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Lauenburg Verkehrswegeplan entlastet Schwarzenbek
Lokales Lauenburg Verkehrswegeplan entlastet Schwarzenbek
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18:22 26.03.2016
Die Bahnlinie führt durch Schwarzenbek. Der Lärm plagt die Anwohner. Zwei gute Nachrichten: Die Waggons werden leiser und es sollen nicht noch mehr Züge fahren. Quelle: Fotos: Reichenbächer/marohn

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann besuchte Schwarzenbek, um in kleiner Runde die Auswirkungen des Bundesverkehrswegeplans für die Europastadt zu erklären. Vor allem die geplante Ortsumgehung hat nun gute Chancen, realisiert zu werden. Aber auch was nicht im Plan steht, ist interessant. Denn ein Ausbau der Bahnstrecke scheint derzeit unwahrscheinlich, und damit auch die Zunahme an Lärmbelästigung. „Das klingt ja alles sehr gut“, freut sich Gerda Matzat von der Bürgerinitiative gegen den Bahnlärm in Schwarzenbek.

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Die Bahnlinie führt durch Schwarzenbek. Der Lärm plagt die Anwohner. Zwei gute Nachrichten: Die Waggons werden leiser und es sollen nicht noch mehr Züge fahren.

Ich hoffe, dass es bei der Ortsum- gehung keine weiteren Klagen gibt.“Norbert Brackmann, CDU-MdB

Brackmann erläuterte, dass es bisher auch immer Abweichungen davon gegeben hat, was im Bundesverkehrswegeplan stand, und was dann auch wirklich realisiert werden konnte. „Das lag daran, dass mehr Projekte im Plan waren, als Mittel zur Verfügung standen“, so Brackmann. Mit dem jetzt veröffentlichten Plan soll es aber anders sein. Alle darin enthalten Maßnahmen sollen auch finanziert werden können. Der Etat wurde noch einmal um acht Prozent auf 26,5 Milliarden Euro erhöht. Beschlossen wird der Bundesverkehrswegeplan allerdings erst im Herbst, und auch danach sind noch Änderungen möglich.

Vor allem für die fünf Ortsumgehungen im Lauenburgischen wird Brackmann noch kämpfen müssen. „Deutschlandweit ist das Herzogtum Lauenburg der einzige Kreis, wo so viele Umgehungen aufgeführt werden“, so Brackmann. Eine davon soll nun um Schwarzenbek gebaut werden. Realisiert werden soll nun der zweite Bauabschnitt von der 404 bis zur Grabauer Straße. „Wir müssen aber darauf achten, dass es auch schon Pläne für eine Fortführung bis zur B 209 gibt“, ergänzt Brackmann. Dies sei für die Realisierung wichtig. Noch gibt es aber keine Baureife für das Projekt, das Land muss noch die Pläne fertigstellen, und vor allem genehmigen. „Ich hoffe, dass es keine weiteren Klagen gibt“, so Brackmann, der dann von einer absehbaren Umsetzung ausgeht. Eine weitere Entlastung soll eine Lkw-Maut ab 2018 bringen, die dann für alle Straßen gilt.

Für die lärmgeplagten Anwohner der Bahn brachte Norbert Brackmann ebenfalls eine gute Nachricht mit. Denn der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Büchen steht nicht im Bundesverkehrswegeplan.

Damit würde auch kein Geld für ein Ausbau zur Verfügung stehen. „Ich hatte zugesagt zu verhindern, dass für den Ausbau auch nur ein Cent ausgegeben wird“, so Brackmann.

Und derzeit sieht es so aus, als könnte Brackmann sein Wort halten. Eine kleine Lücke hat aber Schwarzenbeks Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig dann doch noch gefunden. Es gibt die Möglichkeit, an vorhandenen Strecken noch etwas zu tun. Dazu zählen auch Überholgleise. Brackmann konnte aber beruhigen, dass er für die Strecke in Schwarzenbek nicht damit rechnet, dass dort investiert wird.

Auch sei es unwahrscheinlich, dass die Strecke stärker als bisher genutzt werden wird. Auf der Strecke werden bei Nutzung 4,97 Euro pro Transportkilometer fällig, während auf der Strecke Hannover-Hamburg nur 3,44 Euro fällig werden. Daher sei es nicht wirtschaftlich, die Strecke stärker zu befahren.

Gerda Matzat erneuerte aber noch einmal die Forderung nach Lärmschutzwänden entlang der Bahnlinie durch Schwarzenbek. „Da brauchen wir noch Geduld“, so Brackmann. Denn im April erscheint zwar das Lärmschutzgutachten, aber dann muss noch ein Planfeststellungsverfahren erfolgen, ehe es an die Finanzierung geht. Und dies wird wohl der schwierigste Punkt werden. Ab 2020 dürfen in der EU nur noch Waggons mit der sogenannten Flüsterbremse fahren. „Das bringt dann noch einmal zehn Dezibel weniger Lärm, und wird damit nur noch halb so laut wahrgenommen“, erklärt Brackmann. „Das würde ja schon deutlich etwas bringen“, so der Schwarzenbeker CDU-Ortsvorsitzende Hans-Heino Meier. Wie Brackmann will er beim Lärmschutz am Ball bleiben.

Von Wolfgang Reichenbächer

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