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Lauenburg Versuchter Totschlag: Frau stach auf Freund ein
Lokales Lauenburg Versuchter Totschlag: Frau stach auf Freund ein
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11:46 28.12.2012
In diesem Mehrfamilienhaus griff dir 49-Jährige ihren Partner an. Am 4. Januar beginnt der Prozess in Lübeck.

Es war eine Tat, die die Nachbarn an der Heidestraße fassungslos machte: Erst im März und dann noch einmal im Juli versuchte eine Frau ihren Freund zu erstechen. Die erste Tat wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft noch als Körperverletzung bewertet, die Frau blieb auf freiem Fuß. Die zweite Tat überlebte der Mann schließlich nur knapp, ein Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags. Für die Angriffe muss sich die Frau ab 4. Januar vor dem Lübecker Landgericht verantworten. Das Schwurgericht der I. Großen Strafkammer des Landgerichts wird mit Hilfe von 15 Zeugen und zwei Sachverständigen versuchen, die Tatabläufe in der Wohnung der Frau an der Heidestraße sowie den Gesundheits- und Geisteszustand der Frau zu beleuchten. Bisher wurden vom Gericht für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt.

Wie berichtet, hatte die Frau zunächst am 11. März im Verlauf eines Streits in der gemeinsamen Wohnung mit einem Küchenmesser auf ihren Freund (45) eingestochen. Zwei Messerstiche gingen damals in die rechte Seite seines Oberkörpers. Der Mann kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus und kehrte nach seiner Genesung zu seiner Freundin zurück, die ihn beinahe umgebracht hätte. Am 3. Juli wiederholte sich der Tatablauf dann. Doch diesmal stach die Frau mit einem Küchenmesser in die linke Brustseite. Nur knapp verfehlte sie das Herz des 45-Jährigen, im Rahmen einer schnell eingeleiteten Notoperation im Krankenhaus konnte das Leben des Mannes gerettet werden. In beiden Fällen hatten die von Nachbarn wegen der lautstarken Auseinandersetzungen in der Wohnung alarmierten Polizisten die stark alkoholisierte Frau noch am Tatort festgenommen und zur Vernehmung auf der Polizeistation abgeführt. Nach der zweiten Messerattacke auf ihren Freund kam die 49-Jährige wegen einer erkannten Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Dort wartet sie seit dem auf ihren Prozessbeginn.

In den vergangenen Monaten war es in Geesthacht mehrfach zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen, in deren Verlauf Menschen durch Messerstiche schwer verletzt wurden. Besonders dramatisch war ein Fall, ebenfalls vom März, als an der Hegebergstraße ein Beziehungsstreit eskalierte und ein Mann seinen Cousin im Streit um eine Frau niederstach und lebensgefährlich verletzte. Auffällig: Alle Taten waren Beziehungstaten, das heißt, Täter und Opfer kannten sich. An Nichtigkeiten entbrannt, waren zunächst verbale Streitereien dann in blutige Attacken umgeschlagen. Die Polizei konnte alle Tatabläufe aufklären.

Timo Jann

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