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Lauenburg Verwaltung geht voran bei E-Mobilen
Lokales Lauenburg Verwaltung geht voran bei E-Mobilen
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19:12 24.01.2018
Bürgermeister Olaf Schulze (links) und Torben Heuer, der Sprecher der Stadtverwaltung, stellten die beiden elektrischen BMW vor, die die Verwaltungsmitarbeiter jetzt für Dienstfahrten nutzen können. Quelle: Fotos: Timo Jann/hfr
Geesthacht/Ratzeburg

„Für uns ist es eine logische Konsequenz, nach dem Aufbau mehrerer Ladesäulen jetzt auch selbst Elektromobilität zu nutzen und mit gutem Beispiel voran zu gehen“, erklärte Bürgermeister Olaf Schulze bei der Vorstellung der beiden BMW mit dezenter Geesthacht-Beklebung auf dem weißen Lack. Bisher waren die Mitarbeiter der Verwaltung meistens mit dem eigenen Auto oder dem Öffentlichen Personen-Nah-Verkehr (ÖPNV) unterwegs, wenn sie auswärts Termine hatten. Jetzt können sie die Dienstwagen nutzen. Das sei ja viel ökologischer, so Schulze, lässt aber außer Acht, dass die Fahrzeuge extra gebaut werden mussten, während eigene Autos und der ÖPNV ja ohnehin vorhanden seien. Ein Elektrofahrrad soll noch für den Fuhrpark folgen.

„Die Rück- meldungen zur Anschaffung des E-Autos aus dem Rathaus sind sehr positiv.Mark Sauer, Stadtsprecher in Ratzeburg

„Die Begeisterung der Kollegen ist groß“, erklärt Torben Heuer, der Sprecher der Verwaltung. Über ein E-Mailprogramm der dienstlichen Computer können die Mitarbeiter sich eines der Autos für nötige Fahrten reservieren, es steht dann zur Verfügung. Heuer: „In der Stadt und im Kreis kommen wir damit überall hin und zurück.“ Bei weiteren Strecken spiele dann aber schon Angst mit, so Heuer – ob man unterwegs Strom nachtanken könnte und die Reichweite auch für die Rückfahrt passt. „Es wäre wünschenswert, wenn das Netz an Ladesäulen enger wäre“, sagt er.

Was das Projekt kostet, darüber schweigt die Stadt Geesthacht mit Verweis auf das Vergaberecht. Im Haushalt sind 6200 Euro jährlich für das Leasing eingeplant. Geesthacht hat bereits sechs Ladestationen in der Stadt, alle bieten Platz für jeweils zwei Anschlüsse. Weitere Ladesäulen sollen folgen.

Vor allem die von BMW günstig angebotenen i3-Modelle setzen sich gerade in der öffentlichen Verwaltung zusehends durch. Neben der Kreisverwaltung in Ratzeburg fährt auch die Stadtverwaltung von Mölln den elektrischen BMW. Einige Fahrzeuge des Kreises haben zusätzlich einen kleinen Benzinmotor, der die elektrische Reichweite von etwa 160 Kilometern (in der Praxis) im Fall eines leeren Akkus um 140 Kilometern mit konventionellem Antrieb ergänzt.

Die Kreisverwaltung hatte bereits im Jahr 2013 einen Monat lang, im Rahmen eines Testprogramms, ein E-Mobil. Von August 2014 bis August 2016 wurde der Verbrennungsmotor-Fuhrpark durch ein E-Mobil (Renault Zoe) ergänzt. Seit April 2016 hat der Kreis vier E-Mobile im Fuhrpark, welche nach Auslauf der Leasingverträge vier „Verbrenner“ ersetzt haben. Die BMW i3 mit Range Extender haben besagten kleinem Benzinmotor zur Reichweitensteigerung. Im Fuhrpark sind aber nach wie vor auch noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor vorhanden. Nach Auslauf der Leasingverträge sollen erneut E-Mobile angeschafft werden. Die E-Fahrzeuge werden im Fuhrpark des Kreises für Dienstfahrten im Kreisgebiet und darüber hinaus verwendet. Für die E-Fahrzeuge wurden entsprechende Ladeboxen in der Tiefgarage des Kreises installiert.

Die Stadt Mölln hat einen BMW i3 seit März 2016 im Leasingverfahren in Gebrauch. „Das Nachfolgemodell steht seit kurzem bereits in der Tiefgarage, so dass wir für einen Übergangszeitraum von knapp zwei Monaten zwei E-Fahrzeuge zur Verfügung haben“, erklärt Bürgermeister Jan Wiegels. Die Fahrzeuge werden von den Möllnern für Dienstfahrten innerhalb des Kreisgebietes von allen Mitarbeitern genutzt, inklusive des kommunalem Ordnungsdienstes und des Bürgermeisters.

Anfang des Jahres hat auch die Stadt Ratzeburg ein Elektro-Dienstwagen in Betrieb genommen. „Die Rückmeldungen aus dem Rathaus sind sehr positiv“, sagt Stadtsprecher Mark Sauer. Zudem plant der städtische Bauhof in diesem Jahr erstmalig die Anschaffung einer E-Pritsche (Kleintransporter) im Rahmen der Ersatzbeschaffung.

Laut Olaf Dreyer, Sprecher der Stadt Schwarzenbek, verfügt die Europastadt derzeit noch nicht über E-Autos. „Hierzu sei jedoch angemerkt, dass seit November 2017 eine Klimaschutzmanagerin in der Stadt Schwarzenbek beschäftigt ist“, so Dreyer. Zukünftig werde zusammen mit der Klimaschutzmanagerin geprüft, ob der Ersatz von Fahrzeugen durch E-Mobile erfolgen kann.

Von Timo Jann und Florian Grombein

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