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Lauenburg Verwandlung vom Watvogel zum Wattvogel
Lokales Lauenburg Verwandlung vom Watvogel zum Wattvogel
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18:18 07.10.2017

Der Rotschenkel ist nach dem Austernfischer und dem Kiebitz mit 5000 Paaren der dritthäufigste Watvogel in Schleswig-Holstein. Wie der Name schon sagt, waten die Watvögel gern durch flaches Wasser. Damit das möglichst mühelos klappt, hat die Natur sie mit langen Beinen und für die Nahrungssuche mit einem langen Schnabel ausgestattet. Viele Watvögel sind aber tatsächlich auch „Wattvögel“, denn vor allem zur Zugzeit suchen Abertausende von ihnen ihre Nahrung im Gezeitenbereich der Nordsee. Dennoch: Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass Watvögel nur an den Küsten leben.

Zwar brüten heute die weitaus meisten Rotschenkel des Landes an der Nordseeküste, aber das war nicht immer so. Hunderttausende Brutpaare in Russland und Weißrussland beweisen noch heute, dass der Rotschenkel auch weitab der Küsten leben kann. Er ist ein Wiesenvogel, der früher auch Schleswig-Holsteins Niederungen des Binnenlandes besiedelt hat. Aber Entwässerung, Düngung und Umbruch von Grünland in Ackerland haben den Rotschenkel in den letzten 50 Jahren fast ganz aus seinen angestammten Gebieten vertrieben. Wenn für die Silagegewinnung schon im April gemäht wird, kann kein Wiesenvogel seine Eier ausbrüten. Mit großem Erfolg hat man in der Eider-Treene-Sorge-Niederung wiesenvogelfreundliche Bedingungen geschaffen, aber im Kreis Herzogtum Lauenburg wäre eine Rotschenkel-Brut heute eine seltene Ausnahme.

Trotzdem kann man den Rotschenkel bei uns regelmäßig beobachten – als Durchzügler nämlich. Wo sich im Herbst auf den Wiesen große Pfützen gebildet haben, rasten verschiedene Watvögel, darunter auch Rotschenkel sehr gern, ebenso, wie auch an schlammigen Ufern flacher Teiche. FOTO: WOLFGANG BUCHHORN / TEXT: KARSTEN GÄRTNER

LN

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