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Lauenburg Viele Kraniche im Kreis — doch immer weniger Nachwuchs
Lokales Lauenburg Viele Kraniche im Kreis — doch immer weniger Nachwuchs
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23:30 19.09.2013
Kraniche mit Jungvögeln: In diesem Jahr ein seltener Anblick. Experten machen sich Sorgen, weil immer weniger Nachwuchs gezählt wird. Im Möllner Stadthauptmannshof wollen sie darüber beraten. Quelle: Foto: Thomas Hardt/ hfr

Der waldreiche Kreis Herzogtum Lauenburg stellt das Kerngebiet des schleswig-holsteinischen Kranichbestandes dar, rund 190 Paare sind hier beheimatet, Schleswig-Holstein weit sind es etwa 420 Paare. Ein großer Erfolg der langjährigen Schutzmaßnahmen in der Renaturierung von Feuchtgebieten — denn 1972 stand der Kranich in der damaligen Bundesrepublik kurz vor dem Aussterben.

Doch sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Schleswig-Holstein wurde 2013 ein drastischer Rückgang an Kranichjungen festgestellt. Ist es die Intensivierung in der Landwirtschaft, der Verlust an Grünlandflächen? Welchen Einfluss haben Windkraftanlagen? Antworten versuchen über 100 Kranichschutzexperten anlässlich einer Fachtagung vom 20. bis 22. Sept. 2013 auf Einladung der Naturschutzstelle Nord des WWF in den Räumen der Stiftung Herzogtum Lauenburg zu finden.

Die Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands durch ost- und westdeutsche Kranichschützer 1991 mit dem Naturschutzbund Deutschland und dem WWF Deutschland gegründet. Die Lufthansa-Umweltförderung unterstützt die Projekte.

Da Kraniche als Zugvögel sichere Rast- und Übernachtungsplätze auch in Südeuropa und Nordafrika benötigen, ist die Arbeitsgemeinschaft auch hier durch wissenschaftliche Untersuchungen und Schutzgebietsmanagement-Beratung erfolgreich tätig.

Lauenburger Bürger und zugereiste Gäste können ein wenig auch das Schauspiel der Kranichrast am Oldenburger Ringwall bei Lehmrade beobachten. Dort befindet sich auch eine WWF-Informationstafel.

Programm (Auszüge)
Freitag, 20. September

19 Uhr: Eröffnung und Begrüßung mit J. Albrecht und G. Nowald (Kranichschutz Deutschland)

19.30 Uhr: Brut, Rast und Schutz des Kranichs in Schleswig-Holstein, S. Engling, S. Reichle

20 Uhr: Das Naturschutzprojekt „Schaalsee Landschaft“, T. Neumann Sonnabend, 21. September

8 -10 Uhr: Workshop (Stiftung Herzogtum Lauenburg, Medaillon- Haus)

10.30 Uhr: Grußworte Klaus Schlie,

Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg und Jan Wiegels, Bürgermeister der Stadt Mölln

11.30 - 11.50 Uhr: Themenkreis „Brut“ 11.50 - 12.10 Uhr: Themenkreis „Zug“

12:10 - 12:30 Uhr: Themenkreis „Rast“

13:30 - 14:45 Uhr: Themenkreis „Windenergie, Beringung und Internationales“

15.15 - 19.15 Uhr: Exkursion zum WWF-Naturschutzgroßprojekt „Schaalsee-Landschaft“, von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung, Leitung: T. Neumann

Sonntag, 22. September

9 - 13 Uhr: Exkursionen in Kleingruppen, z. B. Ratzeburger Dom

LN

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