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Lauenburg Vom Acker zur Skulptur
Lokales Lauenburg Vom Acker zur Skulptur
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20:51 04.10.2017
Der Künstler Ludwig Völpel aus Büchen hat ein neues Kunstwerk geschaffen, das er hier mit Hartmut Steinborn und dessen Enkelin Anni zeigt. Die Familie Steinborn ist seit 300 Jahren in Pötrau ansässig. Quelle: Foto: Marohn
Pötrau

Den Hof hat Steinborn, der mit seiner Familie in der 13. Generation seit mehr als 300 Jahren in Pötrau lebt, inzwischen aufgegeben. Eine Pflugschar, die Schneide des Pfluges also, aus seinem ehemaligen Ackergerät ziert künftig als tragendes Element eines Kunstwerkes seinen Privatgarten. „Ludwigs Kunst hat mich schon immer interessiert“, sagt Steinborn. Vor Jahren schon habe er in den Lübecker Nachrichten Vöpels politische Karikaturen bewundert.

Das nun entstandene Kunstwerk zeigt eine Pflugschar, die Steine an die Oberfläche bringt und die Disteln bekämpft, sowie Zahnräder als Symbol der Technisierung. Über ihr thront ein Pferd als lange Zeit bestimmender Helfer auf dem Acker. „Über Jahrhunderte wurde verantwortungsvoll mit Ländereien und Höfen umgegangen“, sagt Vöpel. Landwirtschaft sei permanent schwere körperliche Arbeit gewesen.

„Dabei hat es gute und schlechte Jahre gegeben.“

Zu den wichtigsten Produkten habe das Heu als wichtiges Nahrungsmittel für die Tiere gehört. „Wenn die Heuernte gut war, gab es im Winter Milch, Fett und Fleisch“, so Vöpel. Heute seien die Herausforderungen ganz andere. Die Weltbevölkerung wachse, die Wüsten breiteten sich immer weiter aus und täglich gehe Ackerboden unwiederbringlich verloren. „Das wird auf die Dauer nicht gutgehen.

Auch deshalb werden sich eine reine Bio-Landwirtschaft da nur ganz reiche Länder erlauben können“, warnt Vöpel. Die heutige Landwirtschaft stehe vor der Herausforderung, gewisse Massen an Lebensmitteln zu produzieren und sicherzustellen, dass Salze, Nitrate und Phosphate nicht im Boden hängenbleiben würden.

Von Holger Marohn

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