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Lauenburg Von Apfelpunsch bis Weihnachtsengel
Lokales Lauenburg Von Apfelpunsch bis Weihnachtsengel
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07:40 03.11.2017
Der Basthorster Weihnachtsmarkt ist an allen Adventswochenenden von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Auf das weihnachtliche Programm mit vielen Köstlichkeiten freuen sich der Weihnachtsmann, Enno Baron von Ruffin mit „Esperanza“, Christa Seibt und Astrid Ferch. Quelle: Foto: Silke Geercken
Basthorst

Mit seinen Attraktionen und kulinarischen Besonderheiten gehört der Basthorster Weihnachtsmarkt zu den schönsten in Deutschland. Einen Basar ohne Musik gibt es bereits vom 24. bis 26. November (Totensonntag). Eintritt fünf Euro. „Viele Bürger schätzen diesen ruhigen Basar, der nach dem Kirchgang oder dem Gang zu den Gräbern besucht werden kann“, sagt Hausherr Enno Baron von Ruffin.

Nach einem „extrem schweren Jahr für die Landwirtschaft“, wo die Mähdrescher tiefe Spuren in den feuchten Äckern hinterlassen hätten, „viele tausend Hektar konnten gar nicht bestellt werden“, freue er sich auf den Weihnachtsmarkt mit echten Tieren, ausgesuchten Kunsthandwerkern und kulinarischen Leckerbissen.

Die Besucher haben die Wahl zwischen schönen Dingen aus den Bereichen Holzverarbeitung, Schmiedekunst, Keramik, Schmuck und Leder, Puppenherstellung, Kunstmalerei, Mode, Trachten, Weihnachtsschmuck. Dazu gibt es kulinarische Spezialitäten. Die Almhütte ist ein beliebter Ort zum Verweilen, Ausruhen und Genießen geworden. Weihnachtliche Blechbläser, romantische Kutschfahrten, Feuerkörbe sorgen für festliche Stimmung. Auch für die Kleinsten gibt es ein Programm (Leitung Astrid Ferch).

Auf die jüngsten Besucher wartet der Weihnachtsengel in seiner Märchenwerkstatt. Hier kann gespielt, musiziert, gebacken und gebastelt werden. Eltern können ihre Kinder ab drei Jahren für zwei Stunden in der Weihnachtswerkstatt unterbringen. Als weitere Abwechslung für die Kinder präsentiert sich der Zirkus May in mehreren (kostenlosen) Vorstellungen. Das Theater aus der Tabakfabrik in Lauenburg präsentiert die biblischen Weihnachtsgeschichte. Laienspieler, Kamel, Schafe und Esel machen diese Begegnung in der historischen Scheune des Gutes am vierten Advent lebendig.

Es begann mit schlichtem Baumverkauf

Wie hat eigentlich alles angefangen?

Mit einem einfachen Weihnachtsbaumverkauf in 1997. Es war ein ziemlich kalter Winter, und die Leute fragten nach Punsch und Würstchen. Das wurde damals spontan in unserer Küche gekocht.

Sie haben 1986 das Gut von Ihrem Vater übernommen. Hat sich im Anbau etwas geändert?

Wir bauen noch immer hauptsächlich Getreide und Raps an, Zuckerrüben nicht mehr, dafür Kartoffeln.

Sie haben das ganze Jahr über Veranstaltungen. Wie ist das finanzielle Verhältnis von Landwirtschaft und Events?

70 Prozent des Umsatzes entstehen durch die Märkte, Hotelbetrieb und Restaurant, der Rest durch die Landwirtschaft.

Ist die Hofnachfolge bereits geregelt?

Unsere Tochter Milana wohnt mit ihrem Mann und den drei Söhnen auf dem Gut. Sie hat Außenpolitik und Landwirtschaft studiert und wird den Betrieb eines Tages übernehmen.

Wie wird im Hause Ruffin Weihnachten gefeiert?

Wir sind etwa 25 Leute. Neben den drei Kindern und drei Enkeln kommen auch Vicky und meine beiden Schwestern mit Familie.

Und werden dann an Heiligabend einige Gänse vertilgt?

Heiligabend gibt es bei uns kalte Gerichte. Gans ist zu aufwendig, zumal wir am 23. Dezember noch Weihnachtsmarkt haben.

 

Enno Baron von Ruffin Landwirt und Event-Manager auf Gut Basthorst

„Ein extrem schweres Jahr für Landwirte", Enno von Ruffin, Gutsherr.

 Interview: Silke Geercken

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