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Lauenburg Von Großfamilie und Mehrgenerationenanlage
Lokales Lauenburg Von Großfamilie und Mehrgenerationenanlage
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18:12 12.08.2017

Mehrgenerationenanlage am Waldrand, Hanglage nach Süden – das klingt nicht schlecht, allerdings gibt es in dieser Toplage nur Untergeschosse. Das mag uns wenig attraktiv erscheinen, ist für den Dachs dafür umso verlockender. Der gepolsterte Wohnkeller in fünf Metern Tiefe ist garantiert frostfrei und im Sommer angenehm kühl. Lüftungsschächte vollenden die Klimatisierung. Eine solche Anlage wird über die Generationen immer weiter ausgebaut und kann über 100 Jahre im Familienbesitz bleiben.Die typische Dachsfamilie besteht aus einem dominanten Männchen und seinem Weibchen, einigen erwachsenen Töchtern und den Jungen, von denen die männlichen spätestens dann aus dem Bau gejagt werden, wenn sie ein Jahr alt sind. Stirbt oder schwächelt der Patron, wird er von einem fremden Männchen abgelöst.

In den 1970er Jahren stand der Dachs in Schleswig-Holstein vor der Ausrottung. Zur Tollwutbekämpfung waren die Baue behördlich angeordnet begast worden, was eigentlich dem Fuchs galt, den Dachs aber deutlich schlimmer traf. Der endgültige Sieg über die Tollwut gelang schließlich durch Schluckimpfung, also durch Auslegen präparierter Köder. Wenn neuerdings immer mehr Dachse erlegt werden, bedeutet das nicht, dass die Art wieder gefährdet ist, im Gegenteil: Die steigende Jagdstrecke spiegelt die wachsende Population wider. Allerdings werden die Dachse bei uns nicht wegen ihrer wertvollen Haare bejagt, die werden nahezu komplett aus China importiert und für die Nassrasur verwendet. Für einen Rasierpinsel aus Dachshaar kann man locker mehr als 100 Euro loswerden.

TEXT: KARSTEN GÄRTNER / FOTO: WOLFGANG BUCHHORN

LN

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