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Lauenburg Von Schwester Mias Bastelstunde zur modernen Kindertagesstätte
Lokales Lauenburg Von Schwester Mias Bastelstunde zur modernen Kindertagesstätte
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02:12 19.10.2016
Singen steht im Mittelpunkt: Edeltraut Harten (57, links) ist in der Kita Arche Noah für die musikalische Ausbildung der Kinder zuständig.

Um die 80 Kinder in fünf Gruppen und 15 Mitarbeiter – die Kindertagesstätte Arche Noah ist in Büchen eine feste Institution. Als die Kita als Kindergarten Lindenweg vor 50 Jahren ihren Betrieb aufnahm, war die Ausgangslage eine ganz andere. Eine Kinderbetreuung existierte in Büchen damals nur in Person von Gemeindeschwester Mia. „Die hat sich damals morgens mit den Kindern bei Bachmann (der heutigen Eisdiele an der Lauenburger Straße, Anm. der Red.) getroffen und dann ging es mit 35 bis 40 Kindern Hand in Hand zu Fuß zum Pastorat nach Pötrau“, erinnert sich Heidrun Isensee (67). Im Gemeinderaum wurden die Kinder dann an einen großen Tisch gesetzt und es wurde gebastelt und gespielt. Das war’s.

Büchner Kindergarten feiert 50-jähriges Bestehen – Ansprüche und Aufwand gestiegen.

40 Kinder und nur eine Betreuerin – nach heutigen Maßstäben wäre das wahrscheinlich grob fahrlässig. Doch damals sei so etwas normal gewesen, sagt Isensee, die von 1979 bis zu ihrem Ruhestand 2009 den Kindergarten Lindenweg, später umbenannt in Kindertagesstätte Arche Noah, leitete. „Letztlich war das aber auch eine andere Zeit“, erinnert Armin Huttanus, Leiter der heutigen Kita Arche Noah, mit Blick auf die einst von Haus aus den Kindern anerzogene Disziplin. Irgendwann Mitte der 60er Jahre wurde die steigende Zahl von zu betreuenden Kindern dann auch für Gemeindeschwester Mia zu viel.

Der Grundstein für den Kindergarten Lindenweg mit Platz für zwei Gruppen von gut 20 Kindern wurde in Büchen gelegt.

Eine dritte Gruppe kam gut zehn Jahre später dazu. Inzwischen gibt es sogar einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Heute im 50. Jahr ist die Kita Arche Noah eine hochmoderne und mehrfach ausgezeichnete Kinderbetreuungs-Einrichtung. Für ihren musikalischen Schwerpunkt ist die Kita sowohl mit dem „Felix“ als auch neuerdings mit dem „Caruso“ vom deutschen Chorverband zertifiziert worden. Zum Angebot gehört auch das regelmäßige Singen genauso wie die Aufführung des Krippenspiels zu Weihnachten. Und einmal im Monat geht es dann wie zu Gemeindeschwester Mias Zeiten zum Pastorat nach Pötrau. Dort wird dann mit Senioren der Tagespflege gemeinsam gesungen.

Gemeinden und Träger in der Kostenfalle

Fast 7,5 Millionen Euro müsste das Land eigentlich für die Schaffung neuer Kita-Plätze im Über-3-Jahre- und Krippenbereich kreisweit zur Verfügung stellen.

Bereit stehen jedoch gerade einmal knapp 750000 Euro in diesem Jahr. Auch der Kreis hat seine investive Kitaförderung praktisch auf Null gefahren. Doch das ist nur das eine Problem. Denn Fördergeld gibt es nur für die Schaffung neuer Plätze.

Damit kommt für Gemeinden und Träger in den kommenden Jahren ein massives Problem hinzu, auch die vorhandenen Plätze baulich zu sichern. Denn viele Kindergartenbauten im Kreis stammen aus den 70er und 80er Jahren. Sanierungen stehen in den kommenden Jahren an – mit Kosten, die schnell im Neubaubereich liegen.

Woher das Geld für den Erhalt der Bausubstanz kommen soll, ist völlig offen. Eine auch nur anteilige Umlage auf die Elternbeiträge, würde diese explodieren lassen. Und die Kommunen selbst gehen schon jetzt finanziell am Stock.

Hm Holger Marohn

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