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Lauenburg Von der Dorf-Disco zur Eventschmiede
Lokales Lauenburg Von der Dorf-Disco zur Eventschmiede
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19:16 26.09.2018
Bei der größten Scheunenfete der Region in Steinhorst setzte Stapelfeld schon seine Laser-Show ein. Quelle: FOTO: JEB (2), HFR
Lütjensee/Schiphorst

 Als 14-jähriger Schüler hatte Henning Stapelfeld bereits für die älteren Schüler bei einer Schulveranstaltung aufgelegt. Damals vor dreißig Jahren hatte er noch nicht einmal geahnt, was aus seiner Leidenschaft, Disc-Jockey zu sein, einmal werden würde.

Bei seinen ersten öffentlichen Disco-Auftritten hatte Henning Stapelfeld nur eine verhältnismäßig kleine Anlaghe, aber sein Ruf war schon damals riesengroß Quelle: Triolution

Heute betreibt Stapelfeld mit Bastian Folchnandt das Unternehmen „Triolution“ und immer noch sein erstes „Baby“, die „Top-Disco-Show“.

Mit den Schulpartys, da war er 14 Jahre alt, fing alles an. Schon zwei Jahre später kamen die ersten Scheunenfeste in der Region dazu. „Ich war gerade 18 Jahre alt, da habe ich zum ersten Mal beim Scheunenfest in Steinhorst Musik gemacht. Das ist heute noch eines der größten Scheunenfeste in der Region“, erinnert sich Stapelfeld.

Mit 18 Jahren gab Stapelfeld „Vollgas“ als DJ

Bis dahin hatte er von dem Equipment seines Bruders Dirk profitiert. Nun, mit 18 Jahren, gab er nach den ganzen Erfolgen und den stetig mehr werdenden Terminen Vollgas und seine Ton- und Lichtanlage wurde immer größer und auch professioneller. Und auch das Scheunenfest in Steinhorst, das nach wie vor einmal im Jahr von der Landjugend organisiert wird, zog immer mehr Gäste an und mit dem Ereignis und den anderen Festen wuchs auch die Anlage , die Stapelfeld sich zusammenkaufte.

Zu den wichtigsten „Top-Disco-Show“ Terminen zählt auch nach wie vor der Landjugendtanz in Pein’s Gasthof in Klinkrade. Dort kamen zunächst 150 Gäste, aber am Ende der Saison waren es schon 800 Partygänger, die nach der Musik von Henning Stapelfeld feierten. Das Logo seiner Top Disco Show entstand , als er 17 Jahre alt war. Da absolvierte Henning gerade eine Ausbildung zum Industrieelektroniktechniker. Doch bei der Lehre, die er abschloss, blieb es nicht. Er machte sein Abitur nach, es folgte ein Studium, das er als Diplom-Kaufmann abschloss. Eines aber lief immer weiter, trotz Studium, Schule oder Lehre –sein Leben als Disc-Jockey.

Jetzt aber wurde es eng. Zeit wurde zu einem wesentlichen Faktor. Und so beschloss Stapelfeld, nur noch Disco zu machen. Für etwas anderes blieben schlichtweg keine Kapazitäten mehr übrig.

Im Jahr 1993 trat Stapelfeld erstmals auch als Veranstalter auf. So hatte er eben alles in einer Hand, seiner eigenen Hand. Die Musik bei den Veranstaltungen lieferte Top-Disco-Show, den Rest erledigte er unter der Firmierung „North-Event“. Um die Jahrtausendwende gründete er zunächst mit Bruder Dirk die Firma Triolution. Dort wurden Top-Disco Show und North Event zusammengeführt. Und Bastian Folchnandt stieg in der Unternehmen ein.

Das Equipment der Firma lagert in einer neu gebauten Halle im Gewerbegebiet Dwerkaten, einem Ortsteil von Lütjensee. Nur mit einem großen elektrischen Stapler kommt Bastian Folchnandt an die Teile hoch oben in den Regalen. Quelle: jeb

Für das Unternehmen ist er ein echter Glücksfall. Als Meister in der Veranstaltungstechnik und Meister im Elektrotechnikerhandwerk arbeitete er zunächst als freier Techniker, später als Angestellter und ist nun wie Stapelfeld Geschäftsführer der Triolution. Mit Folchnandts Grundwissen, gerade wenn es um Auflagen von Behörden geht, hat die Firma einen großen Vorteil. Zudem ist Triolution jetzt auch Ausbildungsbetrieb für Veranstaltungstechnik.

Seit 2018 neuer Firmensitz in Dwerkaten bei Lütjensee

Seit Sommer 2018 hat Triolution ihren neuen Firmensitz im Lütjenseer Gewerbegebiet im Ortsteil Dwerkaten bezogen. In dem schneeweißen Bürogebäude mit einer Nutzfläche von 300 Quadratmetern und einer 500 Quadratmeter großen Halle arbeiten neben den beiden Geschäftsführern sieben fest angestellte Mitarbeiter. Hinzu kommen bei den Veranstaltungen noch einmal 20 feste freie Mitarbeiter.

„Ich würde gern mehr Leute einstellen wie Kamera- und IT-Techniker mit Medienerfahrung“, sagt Stapelfeld. Auf Dauer will er sein Unternehmen verdoppeln. Platz ist genug da. „Live-Streaming, W-Lan für bis zu 20 000 Anschlüsse pro Veranstaltung, Video- und Konferenztechnik und das für kleine Vereine oder große Konzerne ist die Zukunft. Vieles davon bieten wir schon jetzt an“, so Stapelfeld.

Das Thema Videotechnik wird immer größer geschrieben. Henning Stapelfeld hat das schon früh erkannt. Quelle: jeb
Inzwischen ist die Firma Triolution europaweit tätig und stellt ihre Technik auch bei großen Events Quelle: Triolution

Kernorte für seine Aufträge sind Hamburg, Berlin, München, Stuttgart und Düsseldorf. Hinzu kommen viele weitere Orte in ganz Europa. Zu seinen Kunden zählen Immowelt oder Adobe, Sportveranstaltungen und vieles mehr. Zuverlässigkeit, Vertrauen, Zufriedenheit und Problemlösungen stehen in der Firmenphilosophie ganz weit oben.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.triolution.de

oder

www.topdiscoshow.de  

Jens Burmester

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