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Lauenburg Vor 100 Jahren wurde mit der Kalliope Musik gemacht
Lokales Lauenburg Vor 100 Jahren wurde mit der Kalliope Musik gemacht
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20:15 08.03.2016

Die runde gelöcherte Metallscheibe ist mehr als hundert Jahre alt, hat einen Durchmesser von gut zwanzig Zentimetern, ungleichmäßig sind ovale Stücke ausgestanzt.

Sie ist einer der Schätze der neuen Ausstellung „Musik liegt in der Luft“ im Krügerschen Haus Geesthacht.

Der Heimatbund und Geschichtsverein stellt die Platte, die zu einer Kalliope gehört, im Museum aus. „Die Kalliope ist der Vorgänger des Grammophons“, weiß Vorsitzender Helmut Knust. Kalliope heißt „die Schönstimmige“. Und so ist der Klang des Musikinstruments, das in der Kalliope Musikwerke AG (Leipzig) von 1898 bis 1910 produziert wurde. Neben der Melodie erklingt in der Kalliope auch ein Glockenspiel. „Musikspieldosen“ hießen die Geräte früher. Einmal per Kurbel aufgezogen, drehte sich die Scheibe, lief das Glockenspiel. „Die Geräte wurde damals nur zu ganz besonderen Anlässen eingeschaltet“, berichtet Knust.

Die Kalliope, die im Geesthachter Museum an der Bergedorfer Straße zu sehen ist, funktioniert noch immer einwandfrei. Wie auch viele der anderen Abspielgeräte, die ausgestellt werden: Grammophone, alte Radiogeräte, ein „alter Volksempfänger“, Tonbandgeräte, Schallplattenspieler gehören zu den seltenen Exponaten. Aber auch eine Zitter, eine Laute und ein Bandonion werden gezeigt.

Heimatbund-Vorsitzender Helmut Knust: „Abgerundet wird die Ausstellung durch alte Schallplatten, bei denen schon die Hüllen oft ein Hingucker sind.“ Auch Postkarten und Fotos von Auftritten in Geesthachter Musikkneipen, alte Rechnungen der Deutschen Post für das Kassieren der Rundfunkgebühr werden gezeigt.

Die Ausstellung im Krügerschen Haus ist bis Ende April zu sehen. Geöffnet ist bis zum 31. März von Montag bis Sonnabend von 11 bis 17 Uhr, ab dem 1. April dann montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, an Wochenenden von 11 bis 17 Uhr.

Von tja

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