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WFL präsentiert sich als „Partner auf Augenhöhe“

Ratzeburg WFL präsentiert sich als „Partner auf Augenhöhe“

Flächen und Flüchtlinge, Kinder und Kommunen sind laut Ulf Hahn, Chef der Wirtschaftsförderung Herzogtum Lauenburg, die Schwerpunkte im kommenden Jahr.

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Ratzeburg. Seit Anfang des Jahres ist Ulf Hahn Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesell- schaft im Kreis Herzogtum Lauenburg, kurz WFL, und damit Nachfolger des langjährigen Chefs Werner Hesse. Hahn hat langjährige Erfahrungen und Erfolge in der KWL vorzuweisen, dem Äquivalent in Lübeck, und ist mit vielen Akteuren der hiesigen Wirtschaftsszene bekannt und vertraut. Dennoch ist es kein Leichtes, die Nachfolge von jemandem anzutreten, der Jahrzehnte lang eine eigene Politik betrieb.

„Es braucht schon mindestens ein Jahr, bis man erkannt hat, wo die Schwerpunkte liegen. Für mich ist es wichtig, nicht zu reagieren, sondern zu agieren, selbst Schwerpunkte zu setzten“, erklärt Hahn.

Intensiv hat er sich darum bemüht, Kontakte zu Unternehmen und Kommunen im Kreis herzustellen und auszubauen. „Das sind meine wichtigsten Ansprechpartner!“

Das sei manchmal eine etwas langwierige Entwicklung, doch absolut nötig. Die WFL soll unter seiner Führung kein dominantes Konkurrenzunternehmen sein, sondern ein Partner auf Augenhöhe, der sowohl mit den heimischen Firmen als auch mit den Gemeinden und Städten zum Wohle aller — der Kommunen, des Kreises und der Wirtschaft — zusammenarbeite.

Fünf Flächen aus den WFL-eigenen Gewerbegebieten (siehe Beistück rechts) seien im vergangenen Jahr erfolgreich veräußert worden, daraus seien direkt 35 bis 40 Arbeitsplätze entstanden. „Ich bin mit der bisherigen Entwicklung in meiner Startphase durchaus zufrieden. In unserem Kreis haben wir keine Großansiedlungen von Unternehmen zu erwarten. Doch insbesondere aus Hamburg gibt es eine stete gute Nachfrage und viel Gesprächsbereitschaft“, erklärt Hahn, der in der kommenden Zeit vor allem versuchen will, Brachflächen in attraktive Wirtschaftsstandorte umzuwandeln und „an den Mann zu bringen“.

Dies will er allerdings nicht mit brachialen Marketing-Maßnahmen erreichen wie einst sein Vorgänger, der mit riesigen Plakaten ausgerechnet in der Hansestadt Hamburg „wilderte“. Hahn ist eher der Typ, der in ruhigen, aber intensiven Gesprächen Vertrauen und Partnerschaften aufbauen und damit Erfolge erzielen will.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Hahn im Nachwuchsbereich: Das beginnt bei einer „Kindernotfallbetreuung“, wie etwa im Nachbarkreis Stormarn. Dort bietet ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verwaltungen diesen Service an: Geschulte Mitarbeiter springen auf Abruf ein, wenn das Kind plötzlich krank wird oder die normale Betreuung ausfällt. Mal werden die kleinen Patienten zu Hause betreut, mal in der Firma oder in einer Gruppe. Unterm Strich sparen Firmen, wenn ihre Mitarbeiter durch dieses Angebot auch bei privaten Notfällen wichtige Termine wahrnehmen können.

Auch bei der Rekrutierung der so nachgefragten Fachkräfte in Handwerk und Gewerbe will sich die WFL noch stärker engagieren. Hahn: „Wir stehen diesbezüglich in engem Kontakt zur Arbeitsagentur. Die Integration von Flüchtlingen ist ein überaus wichtiges Thema für 2016. Es ist nicht nur wichtig, sie zügig in Lohn und Brot zu bringen, sondern die jungen Leute auch durch unser Ausbildungssystem zu bringen und sie anschließend hier zu halten.“ Die Unternehmen seien sehr willens, da ihnen ansonsten die Mitarbeiter ausgingen. „Die Chance ist jetzt da, wir müssen sie ergreifen“, erklärt Hahn.

Ähnlich groß müsse auch das Engagement sein, die Nachfolge für die vielen Unternehmen zu sichern, deren Chefs sich in baldiger Zukunft aus dem Arbeitsleben verabschieden würden.

Gesprächsbereiter Kooperationspartner
Eigene Gewerbegebiete im Kreis betreut die WFL derzeit fünf: in Alt-Mölln das „Stecknitztal“, in Breitenfelde, wo nur noch zwei bis drei Restflächen frei sind, in Lanken (Elmenhorst), in Schwarzenbek (mit einer Restfläche) und in Geesthacht. In Ratzeburg, Büchen und Lauenburg steht die WFL laut ihrem Geschäftsführer Ulf Hahn in engen Gesprächen mit den Kommunen und den Bürgermeistern.



Auch zu kleineren Gemeinden wie Kastorf (Amt Berkenthin) oder Dassendorf (Wentorf/Hbg.) gibt es „rege Kontakte ohne Konkurrenzdenken“, so Hahn.
Die Chance ist da. Wir müs- sen sie ergreifen.“Ulf Hahn, WFL-Chef

Joachim Strunk

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