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Lauenburg Wachwechsel bei der Polizei in Aumühle
Lokales Lauenburg Wachwechsel bei der Polizei in Aumühle
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20:43 04.08.2016
Der Polizeibeamte Ingo Stoldt (52,links) wechselt von Oststeinbek nach Aumühle. Er löst Klaus Scheipers (38) ab, der seit August bei der Polizeiwache Lauenburg arbeitet. Quelle: Renate Kuhlmann-Wetter

Ab Oktober wird es einige Strukturveränderungen bei der Polizei im Kreis Herzogtum Lauenburg geben. Wie Karsten Wagner (58), Revierleiter der Polizeistation Reinbek, und Ernst Jenner, Revierleiter in Schwarzenbek, berichten, wurden wegen der Neuorganisation der Polizei bereits viele kleine ländliche Dienststellen geschlossen. Auch Aumühle (3000 Einwohner) sei von der Umstrukturierung betroffen.

„Künftig wird es keine Einzeleinsätze mehr geben.“Karsten Wagner, Revierleiter

So wird Hauptkommissar Karsten Wagner von Reinbek aus auch für die Station Aumühle zuständig sein. Ziel der Aktion sei es, die Strukturen zu vereinfachen und regional kürzere Wege in den Zuständigkeitsbereichen einzuführen. Ein weiterer Wechsel fand in Aumühle statt: Hauptkommissar Klaus Scheipers (38) verlässt Aumühle nach 13 Monaten Dienstzeit und ist jetzt Stationsleiter in Lauenburg. Hier wird er von der Polizeistation aus Schwarzenbek betreut. Sein Nachfolger in Aumühle ist Ingo Stoldt (52), der bisher in der aufgelösten Polizeistation Oststeinbek tätig war. „Ich habe gern in Oststeinbek gearbeitet, es ist eine ruhige und unproblematische Umgebung.“ Stoldt wird künftig eng mit Karsten Wagner aus Reinbek zusammenarbeiten. „Neu zur Umstrukturierung gehört auch, dass die Reaktionszeiten für die Einsätze kürzer werden, und dass die Einsatzfahrzeuge aus Sicherheitsgründen künftig immer mit zwei Personen besetzt werden“, berichtete Wagner. Die Strukturveränderung sei dringend notwendig, weil sich durch viele Banden aus der Metropolregion die Kriminalität stark verändert habe. „Künftig wird es keine Einzeleinsätze mehr geben, sondern nur noch Einsätze in Streifenteams.“ Personaleinsparung sei nicht mehr das Ziel, sondern Verstärkung der Kompetenzen. Bei wichtigen Einsätzen soll die Reaktionszeit auf zehn Minuten herabgesetzt werden. Aufgrund der geänderten Umstände gebe es keine Wegrationalisierung mehr, sondern es gehe um Verlässlichkeit, Erhöhung der Sicherheit und auch um Eigensicherung für die Kollegen. Diese neuen Ziele werden sich auch in der verstärkten Ausbildung neuer Polizeischüler widerspiegeln. Anstatt der geplanten 150 neuen Ausbildungsstellen wurde die Zahl der Auszubildenden um weitere 250 Stellen auf 400 Polizeischüler für 2016 hochgestuft.

 Renate Kuhlmann-Wetter

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