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Lauenburg Waldohreule schläft gern auf Friedhöfen
Lokales Lauenburg Waldohreule schläft gern auf Friedhöfen
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18:18 12.12.2015
In dichten Nadelbäumen ist eine ruhende Waldohreule nur schwer zu entdecken. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Im Winter verschlafen die Waldohreulen den Tag gesellig in Nadelbäumen. Die hiesigen Brutvögel haben Zuzug aus Nord- und Osteuropa bekommen und überwintern gern in der Nähe von Ortschaften, wo sie bei Mangel an Mäusen eher mal Spatzen oder Grünlinge erwischen. Ab März verteilen sich die Eulen in ihre Brutreviere. Dann hört man in der Abenddämmerung wieder ihr dumpfes, einsilbiges „Huh“ — immer wieder, in regelmäßigem Abstand von wenigen Sekunden.

Nach dem Waldkauz ist die Waldohreule bei uns die zweithäufigste Eule. Beide Arten kommen sich kaum in die Quere, belegen unterschiedliche ökologische Nischen. Der Waldkauz brütet in Baumhöhlen und jagt im Wald Waldmäuse und Rötelmäuse. Die Waldohreule meidet das Innere der Wälder, zieht den Waldrand oder kleine Baumgruppen vor, sogar in Ortschaften, wenn es reichlich Koniferen gibt. Wenn sie dort unbewegt verweilt, ist sie kaum inmitten des Geästs des Nadelbaumes zu erkennen.

Für die Jagd braucht sie offenes Grünland, auf dem sie am liebsten Feldmäuse fängt. Das weiche Gefieder ermöglicht der Eule einen geräuschlosen Flug. Ziemlich dicht über dem Boden fliegend, ortet sie die Nager mit ihren großen, bernsteingelben Augen und ihrem hervorragenden Gehör.

Als Nistplatz wählt die Waldohreule gerne auch ein gebrauchtes Nest von Bussard, Krähe oder Elster. Künstliche Nisthilfen in Form flacher Weidenkörbe müssen einen dicht geflochtenen Boden oder eingearbeitete Sackjute haben, denn die Waldohreule legt ihre schneeweißen Eier ohne jede Vorbereitung auf die vorhandene Unterlage.





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