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Lauenburg Walter Röhrl und sein Ford Capri auf der Etappe des Durchbruchs
Lokales Lauenburg Walter Röhrl und sein Ford Capri auf der Etappe des Durchbruchs
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19:14 06.06.2016
Früher hat er nie so lange wie heute in den Motorraum geschaut. Da gab es nur Gas geben, lenken und eventuell bremsen, wie Röhrl selbst lachend erzählte.

Ein blauer Ford Capri mit der Nummer 23 auf den Seitentüren ist am Montagmorgen auf der Landesstraße 199 zwischen Anker und Behlendorf unterwegs gewesen. Am Steuer des Capri 2.6 RS saß kein geringerer als Rallye-Ikone Walter Röhrl. Auch sein Beifahrer war kein Unbekannter. Dort hatte Jochi Kleint, Rallye-Europameister 1979, der zu Röhrls Zeiten sehr erfolgreich mit VW und Opel unterwegs war, Platz genommen.

Es war fast wie 1972, als Röhrl auf eben dieser Strecke eine Etappe der Olympia-Rallye, damals allerdings mit Copilot Hannes Rothfuß absolvierte. Für Röhrl war die Olympia Rallye der Durchbruch seiner einzigartigen Karriere als Rallyefahrer. Lange Zeit führte er bei dieser Rallye und hielt seine Konkurrenten, unter ihnen so etablierte Fahrer wie Hannu Mikkola und Jean-Pierre Nicolas auf Distanz. Erst drei Wertungsprüfungen vor dem Ziel, musste Röhrl damals mit Motorschaden aufgeben. Bevor Röhrl mit dem Capri auf die Straße fuhr, stand an diesem Montag ein größeres Foto- shooting für eine große deutsche Automobilzeitschrift auf dem Programm. Röhrl, der extra für diesen Termin eingeflogen war und bereits am Abend wieder nach Stuttgart fliegen musste, wurde von den Mitgliedern des MSC Trittau betreut. Und mit Jochi Kleint und Christian Geistdörfer waren zwei seiner damaligen Weggefährten auch nach Anker gekommen.

Der Ford Capri ist natürlich nicht das Originalgefährt von 1972. Das Auto von damals ist bei einem Unfall zerstört worden. Der hier vorgestellte Capri RS ist bei einem Projekt von Kleint/Röhrl und Jugendlichen in Hamburg komplett neu aufgebaut worden. Damit entstand der Ford Capri RS, auf dem Röhrl bei der legendären Olympia-Rallye 1972 den Topfahrern das Fürchten lehrte. Technisch realisiert wurde dieses Projekt unter anderem von der Kfz-Werkstatt der Autonomen Jugendwerkstätten Hamburg e.V. und dem Ford Spezialisten Christian Tost (Tost Motorsport Melle). Organisiert wurde dieses Projekt von Klaus Frieg und Christian Geistdörfer. Röhrl will damit künftig bei Oldtimerveranstaltungen starten.

jeb

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