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Lauenburg War es das mit der Leistungsfahrt?
Lokales Lauenburg War es das mit der Leistungsfahrt?
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22:09 29.08.2018
Feuerwehrleistungsfahrt 2011 in Büchen – hier ist die Mannschaft der Feuerwehr Krüzen im Parcours. Bevor dass Fahrzeug zwischen die beiden blauen Pfosten fährt, muss die Besatzung sowohl Duchfahrtshöhe als auch -breite einstellen. Die Leistungsfahrt galt bisher als Wettbewerb und als Nachweis für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr. Quelle: Foto: Jens Burmester
Büchen

Fast ein Jahr lang dauerte der Vorlauf für Planung und Organisation, sagt die Geschäftsführerin des Feuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg, Gabriele Heitmann. Doch als jetzt deutlich wurde, dass auch in diesem Jahr die Leistungsschau der Blauröcke wieder eine zu geringe Beteiligung erfahren würde, habe man die Reißleine gezogen und die Veranstaltung abgesagt – schweren Herzens, so Heitmann. Aber man habe den Büchener Organisatoren das Risiko einer missglückten Veranstaltung nicht zumuten wollen.

„Vermutlich haben die Feuerwehr-

aktiven beruflich zu viel um die Ohren. Gabriele Heitmann,

Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehr-

verbandes

Die Feuerwehr-Leistungsfahrt wird seit Jahren in Büchen auf dem dortigen Bundespolizei-Gelände veranstaltet und von der Freiwilligen Feuerwehr Büchen organisiert. Wegen schwindender Beteiligungszahlen der vergangenen Jahre ist man bereits dazu übergegangen, die Leistungsfahrt nur noch alle zwei Jahre abzuhalten, abwechselnd mit dem Feuerwehrmarsch in Mölln. Diese Neuerung hat aber nicht dazu geführt, dass sich wieder mehr Frauen und Männer an der Leistungsfahrt beteiligten, die als Demonstration des technischen Könnens, aber auch als Wettbewerb angelegt ist.

In diesem Jahr hatten sich bis jetzt 24 Teams angemeldet. Jedes Team hat etwa drei Teilnehmer. „Die Schmerzgrenze für eine ausreichende Teilnehmerzahl ist aber mindestens 30 Mannschaften“, sagte Gabriele Heitmann auf LN-Nachfrage. Dazu käme stets noch das Risiko der kurzfristigen Absagen bei ungünstigen Wetterverhältnissen. Heitmann: „Bei 24 Mannschaften wäre die Anzahl der Teilnehmer kleiner als die der Helfer. Die Leistungsfahrt wird mit einem hohen Aufwand vorbereitet, das ist dann den ausrichtenden Kameradinnen und Kameraden nicht mehr zuzumuten.“

In früheren Jahren hätten gut 60 Teams teilgenommen. Nach und nach seien es weniger geworden. Warum? Über diese Frage mache man sich beim Kreisfeuerwehrverband schon länger Gedanken, aber zu einer Lösung sei man noch nicht gekommen. Am Termin könne es eigentlich nicht liegen, obwohl dieses Jahr die Sommerferien ziemlich spät lagen. Das sei aber immer schon mal der Fall gewesen. „Es ist wohl so“, sagt die Geschäftsführerin, „dass die Feuerwehraktiven immer mehr beruflich um die Ohren haben und die Erholungszeit am Wochenende für sich und ihre Familien brauchen.“

Ob die Feuerwehr-Leistungsfahrt überhaupt noch in der bisherigen Form eine Zukunft hat oder vielleicht sogar eingestellt werden muss, ist noch unklar. Demnächst wird sich laut Gabriele Heitmann der Feuerwehrverband mit dem Thema befassen. „Dann wird man sehen, wie es weitergeht“, sagt die Kreisgeschäftsführerin des Feuerwehrverbandes.

Matthias Wiemer

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