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Lauenburg Wasser des Mühlenteiches abgelassen
Lokales Lauenburg Wasser des Mühlenteiches abgelassen
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19:35 13.03.2018
Die Brücke mit dem Wehr am Mühlenteich ist stark einsturzgefährdet, sogar Fußgänger dürfen sie nicht passieren. Auch das Wehr ist baufällig und hält einem stärkeren Wasserdruck nicht mehr stand. Deshalb hat die Wasserbehörde des Kreises angeordnet, das Wasser abzulassen. Quelle: Foto: Lothar Neinass
Aumühle

„Eine Perle des Sachsenwaldes stirbt“, schrieben Aumühler in einem Brief an ihren Bürgermeister, den Landrat in Ratzeburg und die Amtsdirektorin in Dassendorf. „Retten Sie den Mühlenteich“, fordern die Bürger in ihrem Brief, da es sich um ein schützenswertes Biotop handele.

Der Grund für den trockengelegten Mühlenteich: Nicht nur die Brücke ist baufällig, sondern auch der Damm. Ein Neubau sei notwendig, sagte Gemeindevertreter Kaspar von Wedel. Seit Jahren werde diskutiert, wer die Kosten trägt. Die Verantwortung werde zwischen Gemeinde und Bismarckscher Verwaltung hin- und hergeschoben.

Von Wedel berichtete, dass eine neue Prüfung der Eigentumsverhältnisse das Ergebnis gebracht habe, dass für das Wehr der Eigentümer der Staurechte, Maximilian von Bismarck, zuständig sei. Die Brücke über das Wehr sei ein öffentlicher Weg, der dem Kreis Herzogtum Lauenburg gehöre und daher von der Kreisverwaltung zu unterhalten sei. Die Gemeinde Aumühle ist laut von Wedel weder für das Wehr noch für die Brücke zuständig.

Zur Zeit würden Gespräche mit allen Beteiligten geführt, um eine Lösung zu erreichen. Als Sofort-Lösung strebe die Gemeinde den Bau einer provisorischen Holzbrücke an. Von Wedel: „Der Auftrag kann sofort erteilt werden, wenn die Fachbehörden beim Kreis dem Vorschlag zustimmen.“

Für die Bewohner im Augustinum ist die Brücke nur ein Teil des Problems. Sie wünschen, dass der Teich erhalten bleibt. Kaspar von Wedel berichtete, dass der Teich im Eigentum von Maximilian von Bismarck steht. Die Reparatur des Wehres und die Entschlammung des Teiches würden Investitionen von mehr als 500000 Euro erfordern. Ob die Bismarcksche Verwaltung bereit sei, das Geld auszugeben, sei zweifelhaft, zumal in Friedrichsruh auch eine teure Renovierung der Brücke am Schlossteich erforderlich sei.

Auf die Frage, „was passiert, wenn der Eigentümer den Mühlenteich nicht wieder aufstaut?“, sagte Hans-Heinrich Stamer vom BUND: „Dann ist das keine Umweltkatastrophe. Die Schwarze Aue bleibt als Fluss bestehen. Die Natur wird sich verändern, andere Pflanzen und Lebewesen werden sich ausbreiten.“ So kann sich Stamer vorstellen, dass sich in der Niederung ein Erlenwald bilden könnte.

Für die Zuhörer im Augustinum war diese Aussage enttäuschend. Sie wollen nicht hinnehmen, dass es den Mühlenteich künftig nicht mehr geben könnte. In kleinen Gesprächsrunden wollen sie Vorschläge erarbeiten, um den Mühlenteich zu retten. „Auf jeden Fall werden wir alle Aumühler bitten, unsere Forderung nach Erhalt des Mühlenteiches zu unterstützen.“

Aumühles Bürgermeister Dieter Giese sagte auf Nachfrage, dass er am Donnerstag, 15. März, in Ratzeburg mit Landrat Dr. Christoph Mager über dieses Thema sprechen wolle. Wenige Tage später, am 19.

März, will der Landrat in die Fürst-Bismarck-Mühle kommen, um sich an Ort und Stelle ein Bild zu machen.

Lothar Neinass

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