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Lauenburg „Weg mit den Plastiktüten!“
Lokales Lauenburg „Weg mit den Plastiktüten!“
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20:22 30.04.2016

Die Gemeindevertreter der Gemeinde Stockelsdorf (Ostholstein) haben mit großer Mehrheit beschlossen, Geschäfte dazu zu bringen auf Plastiktüten zu verzichten. Die Gemeinde ist auch sonst, was Klimaschutz angeht, positiv aufgefallen. Sie hat ein eigenes anerkanntes Klimaschutzkonzept und Ende letzten Jahres bekam sie den Titel der Fair-Trade-Gemeinde, den eine Gemeinde bekommt, wenn sie sich zu fairem Handel bekennt und diesen bewusst fördert und darüber aufklärt.

Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat eine „Freiwillige Vereinbarung“ unterzeichnet, welche das Plastiktütenproblem in Deutschland jedoch nicht löst — im Gegenteil: Die Ministerin knickt wieder vor den Interessen der Handlungskonzerne ein und erlaubt, dass weiterhin 60 Prozent der Plastiktüten kostenfrei abgegeben werden.

Ich finde, Plastiktüten gehören verbannt, da viel zu viel Plastik unnötig verbraucht und weggeworfen wird. Dabei gibt es viele klimafreundliche Alternativen, wie Papiertüten oder Jutebeutel. Meiner Meinung nach ist es unverantwortlich, wie ein Großteil der Bevölkerung mit der Umwelt umgeht! Vor allem, weil es uns eigentlich nicht egal sein dürfte, da all das, was wir der Natur antun, Folgen hat und diese bereits deutlich zu spüren sind, wie wir am Klimawandel beobachten können. Doch warum ist das so vielen Menschen egal?

Ich glaube die meisten Menschen sind einfach zu bequem um umzudenken und sehen das Problem nicht als greifbar, weil es noch zu weit weg ist und sie noch keine direkten Auswirkungen spüren. Es gibt bei uns noch keine Dürren wie in Afrika oder verwüstende Wirbelstürme wie in Miami. Vielleicht denken sie auch, dass die Industrien und Staaten mehr in die Pflicht genommen werden müssen.

Wenn man in den Supermarkt einkaufen geht, bekommt man fast nur noch Lebensmittel, die ein- oder mehrfach in Plastik eingeschweißt sind, aber das alleine reicht ja noch nicht — Das Ganze ist nochmals extra in einer schön auffälligen und ansprechenden Verpackung aus Plastik eingepackt und an der Kasse bekommt man zusätzlich noch eine Plastiktüte. Das ist definitiv zu viel!

Beobachten Sie einmal, wie viel Plastikmüll ein einziger Einkauf verursacht: von der Käseverpackung über die Trinkflaschen bis zu den lästigen Plastiktüten, die ja ach so praktisch sind.

So etwas kann mit Hilfe der Politik vermieden werden, wenn man wie in Stockelsdorf die Läden dazu auffordert, Plastiktüten weitgehend zu vermeiden und die Preise für Plastiktüten erhöht. Ich würde mir wünschen, dass sich auch auf Bundesebene etwas ändern würde. In Form von Gesetzesentwürfen oder Preiserhöhungen für Unternehmen mit viel Plastikverbrauch kann man den Plastikkonsum schnell und einfach senken.

Aber jetzt nicht zurücklehnen und denken, das machen ja alles die Politiker, da kann ich eh nichts dran ändern. Falsch! Einfach mal eine Plastiktüte an der Kasse ablehnen und seinen eigenen Jutebeutel mitbringen oder auch doppelt verpackte Produkte mal im Regal liegen lassen und statt dessen auf anderes zurück greifen oder komplett verzichten.

Achtet auf die Umwelt und verbraucht weniger Plastik! Es gibt genug Alternativen!

LN

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