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Lauenburg Weltmusik in ländlicher Idylle
Lokales Lauenburg Weltmusik in ländlicher Idylle
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20:19 29.07.2016
Nicht ohne meine Nyckelharpa: Lorenz Stellmacher aus Krummesse (links) ergänzt „Takomba“ um „Klopfer“ Kobahn (fünfter von links) unter anderem mit dem schwedischen Instrument. Quelle: Dorothea Baumm

Freundliche ältere Herren im Freizeitlook. Graue Haare, grauer Bart. Bunte Hemden im Hawaii-Stil die einen, im afrikanischen Kaftan-Stil die anderen. Einer hat gar knallrote Gartenschlappen an. Und mächtig viel los ist hier, dabei ist Fitzen nun wirklich ein kleines Dorf, jotwehdeh in der Natur nahe Büchen versteckt. Grillparty im Garten des malerischen Bauernhauses? Nein! Konzert!

Klang-Körper aus Afrika

Die Djembe ist eine Bechertrommel aus Westafrika mit einem Korpus aus einem ausgehöhlten Baumstamm.

Mit bloßen Händen werden die Djemben benutzt. Meist hört man eine Solo-Djembe, ein bis zwei Begleit-Djemben sowie ein bis drei Bass-Trommeln.

Liebliche Klänge schweben durch die sommerliche Luft. . . Stimmt nicht. Die freundlichen Herren mit den grauen Haaren langen kräftig zu. Unterstützt von einigen Frauen machen sie mächtig Krach:

Die zwölf Musiker sind die Trommelgruppe Takomba aus Boizenburg. Gemeinsam mit Lorenz Stellmacher gestalten sie im Rahmen des Kultursommers am Kanal das Programm „Die Sehnsucht der Anna Lina Uagadougu – Weltmusik in ländlicher Idylle“. Stellmacher hat das Konzept erdacht: „Das musikalische Erbe der unterschiedlichen Welten ergänzt sich wunderbar, die ursprünglichen Rhythmen Afrikas und der Melodienreichtum langer Winternächte.“

Die Hütte bebt. Die Zuschauer sind im wahrsten Sinne des Wortes in den Bann geschlagen. Keiner, der nicht in irgendeiner Form mitwippt, mit den Händen den Rhythmus auf die Oberschenkel klopft. Zu dieser Musik möchte der Körper tanzen, die Rhythmen sind für Bewegung geschrieben.

Die Trommler und Stellmacher musizieren gemeinsam, sie haben aber auch Soli. Trommler-Chef Albert Kobahn, genannt Klopfer, erklärt die Trommeln. Multiinstrumentalist Stellmacher führt seine ein: Er hat Nyckelharpa, Sackpfeifen, Melodica und Akkordeon mitgebracht, spielt mal melancholische Weisen, dann wieder freche Tanzmusik, zu der er mit seinen fröhlich-roten Gummilatschen durch die Stuhlreihen hüpfwandert. Und dann ist das Konzert vorbei, viel zu schnell irgendwie, und der Applaus ist fast genauso laut, wie vorher die Trommler.

Dorothea Baumm

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