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Weniger Einbruchsdelikte im Kreis

Ratzeburg Weniger Einbruchsdelikte im Kreis

Positiver Trend im ersten Halbjahr – Der Hamburger Rand bildet weiterhin den Schwerpunkt.

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Nach einem Einbruch in Ahrensburg Anfang Februar sichern Spezialisten der Polizei die Spuren. Hier hat die Polizei aufgerüstet.

Quelle: Fotos: Stöcklin, Burmester

Ratzeburg. Die Zahl der Wohnungseinbruchsdelikte in Schleswig-Holstein ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 898 polizeilich registrierte Fälle auf landesweit 2757 Fälle (2016: 3655 Fälle) gesunken. Das hatte das Landeskriminalamt Anfang August mitgeteilt. Die Zahlen seien auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Besonders starke Rückgänge verzeichneten die Polizeidirektionen Bad Segeberg und Ratzeburg. Dort wurden zusätzlich zu den üblichen Maßnahmen auch Anhalte- und Sichtkontrollen durchgeführt. Zudem wird in Schleswig-Holstein die professionelle Tatortarbeit nicht nur von Polizisten, sondern seit einigen Monaten auch durch 28 speziell ausgebildete Spurensicherungskräfte gewährleistet.

LN-Bild

Positiver Trend im ersten Halbjahr – Der Hamburger Rand bildet weiterhin den Schwerpunkt.

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Im Direktionsbereich ist ein deutlicher Rückgang der Einbruchsfälle zu erkennen. Die Zahl der registrierten Delikte des so genannten „Wohnungseinbruchsdiebstahls“lag zwischen Januar und Ende Juni 2016 noch bei 403 Fällen. Im Vergleichzeitraum 2017 ist die Zahl auf 309 gesunken. Die meisten Fälle gibt es im Nachbarkreis Stormarn, der ebenfalls zur Polizeidirektion Ratzeburg gehört.

„Die Zahlen sind in der Tendenz auch hier rückläufig“, bestätigt Torsten Gronau, Leiter der Stabsstelle der Polizeidirektion Ratzeburg. Allerdings warnt er davor, die bisherigen Zahlen überzubewerten. „Für polizeistrategische Bewertungen müssen grundsätzlich mindestens ganzjährige Statistikzahlen zugrunde gelegt werden. Unterjährige Zahlen sind größeren Schwankungen und statistischen Zufälligkeiten unterworfen. Deshalb verweise ich darauf, dass es sich bei der Bewertung der Kriminalitätslage auf der Grundlage von unterjährigen Vorgangszahlen allenfalls um Prognosen und Tendenzen handeln kann“, betont Torsten Gronau.

Positiv ist der Trend zunächst trotzdem; sollte er sich bestätigen, könnte das auch als Erfolg für die neue Strategie der Polizei gewertet werden. „Die Polizeidirektion Ratzeburg hat eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert, die in der Summe als erfolgreich bewertet werden“, erklärt Gronau. „Da ist zum einen die Erhöhung von Präsenz- und Kontrollmaßnahmen zu nennen. Es sind generelle Erfahrungen, dass Täter Gebiete eher meiden, in denen sie eine hohe Polizeipräsenz und damit ein erhöhtes Entdeckungsrisiko vermuten.“ Auch die Arbeit der Ermittlungsgruppen in ihrer länderübergreifenden Vernetzung habe dazu geführt, dass es zu Festnahmen gekommen sei. „Straftäter, die in Haft sitzen, können keine weiteren Einbrüche begehen.“ Die Spurensicherungsgruppen leisteten für die Kriminalitätsbekämpfung eine essentielle Arbeit. Eine umfassende und akribische Spurensuche und -sicherung habe der Polizei den Weg geebnet, Fälle aufklären zu können oder Verbindungen zwischen Tatorten herzustellen, betont Gronau.

Nicht nur die Polizei, auch aufmerksame Bürger können dazu beitragen, die Zahl der Straftaten einzudämmen. „Wir nehmen auch wahr, dass die Bürger im Bereich der technischen Einbruchsprävention nachgerüstet haben und vor allem der Bitte der Polizei nachgekommen wird, aufmerksam zu sein und niedrigschwellig die Polizei bei verdächtigen Beobachtungen zu informieren. Das hat uns an vielen Stellen geholfen“, bilanziert Gronau. An den Einbruchsschwerpunkten in der Region hat sich nichts geändert: „Unverändert wird am häufigsten in Ahrensburg und Reinbek eingebrochen.“

Schutzmaßnahmen sind insbesondere nötig, wenn man längere Zeit nicht zu Hause ist. Gronau: „Wir nehmen zwar keine Erhöhung der Fallzahlen insgesamt wahr, aber in der Ferienzeit werden offenbar gerne Objekte angegangen, deren Bewohner sich im Urlaub befinden.“

Die neuesten Zahlen lassen auch beim Thema Aufklärung der Fälle hoffen. „In der Tendenz können wir annehmen, dass sich die Aufklärungsquote 2017 im Vergleich zum Vorjahr verbessern wird.

Abschließende Bewertungen werden aber erst nach Fertigstellung der Ganzjahresstatistik 2017 möglich sein.“

Prävention und Einbruchsschutz für Mieter

Die Polizei bietet regelmäßig Präventionsveranstaltungen an und berät im Internet, wie man sich vor Einbruch schützen kann.

Infos gibt es unter www.k-einbruch.de; hier können auch die Einbruchsschutzfilme „Die Elster“ über das Vorgehen eines Profieinbrechers abgerufen werden. Dazu gibt es einen Überblick über von der Polizei empfohlene Sicherheitsprodukte.

Einen Anspruch auf den nachträglichen Einbau von einbruchshemmender Technik haben Mieter in der Regel nicht, teilt der Mieterbund Schleswig-Holstein mit.

Investiert der Vermieter in Schutzmaßnahmen, handele es sich um Modernisierungen. Danach wäre der Vermieter berechtigt, elf Prozent der Kosten der Baumaßnahme pro Jahr anteilig auf die Miete umzulegen. Wollen Mieter von sich aus in ihre Wohnungssicherheit investieren, ist bei baulichen Änderungen die Erlaubnis des Vermieters einzuholen.

Infos enthält die DMB-Broschüre „Modernisierung“, die für sechs Euro bei allen Mietervereinen gekauft oder unter www.mieterbund-schleswig-holstein.de bestellt werden kann.

B. Albrod und F. Grombein

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