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Lauenburg Weniger Einsätze in Silvesternacht als im Vorjahr
Lokales Lauenburg Weniger Einsätze in Silvesternacht als im Vorjahr
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22:44 02.01.2018
Ein Schuppen brannte in Borstorf in der Sylvesternacht gegen 3 Uhr lichterloh – einer der Feuerwehreinsätze zum Jahreswechsel. FOTOS (2): JEB
Ratzeburg/Bad Oldesloe

Im Kreis Herzogtum Lauenburg waren die Feuerwehren in Schwarzenbek, Geesthacht, Kuddewörde, Ratzeburg sowie Borstorf und Breitenfelde im Einsatz. In Borstorf brannte im Dornweg gegen 3 Uhr ein Holzschuppen, in dem Fahrräder, Bobbycars, ein Rasenmäher und diverse andere Gegenstände untergestellt waren. Es gelang den Einsatzkräften, viele Dinge davon vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.

Eine eher ruhige Silvesternacht verzeichnete die Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe. In den drei Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein, für die Leitstelle zuständig ist, wurden zwischen 31.12. 19 Uhr und 1. Januar 12 Uhr knapp 200 Einsätze für Rettungsdienst und Feuerwehr gezählt.

38 Einsätze meldete die Polizei für die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg über die Silvesternacht. Im Vergleichszeittraum des vergangenen Jahres waren es mit 142 fast vier Mal weniger Einsätze. Für die Polizei war es aber dennoch kein „ruhiger“ Jahreswechsel.

Allerdings musste die Leitstelle den Feueralarm in Borstorf gleich zweimal auslösen. Während die Borstorfer Einsatzkräfte einige Zeit benötigten, um eine Wasserversorgung aufzubauen, löschten die Breitenfelder Wehrmänner die Flammen mit dem Wasser aus dem Tank ihres Einsatzfahrzeugs. Die Brandursache ist nicht bekannt. Auch die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Polizei ermittelt.

Die Feuerwehrleute im Lauenburgischen haben einen ungewöhnlich ruhigen Jahreswechsel verlebt – wohl, weil es über Stunden so regnerisch war. Zwar mussten in Geesthacht, Schwarzenbek und Ratzeburg mehrere Brände gelöscht werden, doch meistens blieb es bei übersichtlichen Lagen. „Wir hatten unter anderem einen brennenden Müllcontainer, in dem Anwohner wahrscheinlich bereits kurz nach dem Jahreswechsel ihren noch zu heißen Feuerwerksmüll entsorgt hatten. Der brannte ordentlich, das Feuer wäre beinahe auf ein Carport, ein Auto und ein Mehrfamilienhaus übergegriffen“, erklärte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. Er konnte seine Kameraden nach dem Alarm gegen 1.15 Uhr direkt einweisen – es brannte bei ihm nebenan an der Geesthachter Straße.

Die Mannschaft um Ratzeburgs Feuerwehrchef Christian Nimtz war am Neujahrsmorgen um 7 Uhr bei einem kuriosen Einsatz gefordert: Ein Friseursalon an der Herrenstraße musste notdürftig gesichert werden. Dort waren Unbekannte mit Hilfe eines Gullydeckels durch das Schaufenster eingestiegen und hatten die Kasse geklaut. Nimtz: „In der Nacht hatten wir aber auch einige Brände zu löschen.“ Am Marie-Curie-Weg griffen Flammen von einer Hecke auf einen Geräteschuppen über, der komplett brannte. Ein gegen 1.40 Uhr am Grünen Weg brennendes Carport konnten Anwohner weitestgehend löschen, die Feuerwehr erstickte letzte Brandnester.

Um 23.45 Uhr eilten die Retter der Geesthachter Wehr zur Amselstraße. Dort war ein Weihnachtsbaum in Flammen aufgegangen. „Der Bewohner konnte den Brand zwar selbst löschen, er zog sich dabei aber eine Rauchvergiftung zu und die Wohnung war völlig verqualmt“, sagte Sascha Tönnies, Gruppenführer der Feuerwehr. Die Retter belüfteten das betroffene Haus. Eine brennende Hecke musste gegen 22 Uhr am Verschwisterungsring gelöscht werden. Sie war wahrscheinlich durch Feuerwerk in Brand geraten. Tönnies: „Da hatten Anwohner bis zu unserem Eintreffen mit Gartenschläuchen schon gute Vorarbeit geleistet.“

Schwarzenbeks Feuerwehr war über den Jahreswechsel drei Mal mit Löscharbeiten gefordert. „An der Gülzower Straße, an der Lauenburger Straße und am Schlangenweg brannten zwischen 1.45 und 3 Uhr jeweils Müllbehälter“, sagte Zugführer Jan Piossek. Die Feuerwehrleute waren in allen Fällen schnell vor Ort und verhinderten so größere Schäden.

 jeb/tja

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