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Lauenburg Weniger neue Azubis im Kreishandwerk
Lokales Lauenburg Weniger neue Azubis im Kreishandwerk
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20:41 18.01.2017
Applaus für die Rede von Kreishandwerksmeister Markus Räth am Tisch der Dachdecker-Innung. Rechts von Räth sitzt Marion Fuchs, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Quelle: Foto: Grombein
Ratzeburg/Lübeck

Im Lauenburgischen ist die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge 2016 im Vergleich zum Vorjahr um etwa acht Prozent oder von 447 neuen Lehrverträgen auf 414 zurückgegangen. Das geht aus einer Statistik der Handwerkskammer Lübeck hervor, die jetzt auf dem Neujahrempfang der Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg in Lütau vorgestellt wurde. In die gleiche Richtung entwickelt sich der Trend in den Kreisen Stormarn (2015: 467, 2016: 440) und Neumünster (2015: 319, 2016: 291). In den sieben anderen Kreisen des Kammerbezirkes stieg die Zahl der neu eingereichten Ausbildungsverträge hingegen an.

„Bei der Nachwuchsgewinnung, bei der Werbung um Auszubildende, bei der Entscheidung für eine Zukunft im Handwerk spielt auch eine angemessene Ausbildungsvergütung eine nicht zu unterschätzende Rolle“, erklärte Günter Stapelfeldt in seiner Rede zum Neujahrempfang. Nur mit angemessenen Vergütungen könnten Mitarbeiter in den Betrieben gehalten werden. Gutes Handwerk zu Dumpingpreisen könne es jedoch nicht geben. Das müsse jedem Kunden und Verbraucher einleuchten. Es habe immer wieder konjunkturelle Wellenbewegungen gegeben, so Stapelfeldt. Bei der derzeit erfreulichen Wirtschaftlage sollten die Betriebe ihre Wertschätzung gegenüber den Kunden nicht aus den Augen lassen. „Wichtig ist, dass wir ehrlich zu unseren Kunden sind. Wenn wir keine Kapazitäten haben, dann müssen wir das auch offen sagen“, so der Kammerpräsident. Er mahnte die Verlässlichkeit und Pünktlichkeit der Handwerker gegenüber den Kunden an.

„Der Gesellenbrief ist mindestens so viel Wert wie ein Abitur, der Meisterbrief ist von der Wertigkeit mit einem Hochschulabschluss vergleichbar“, sagte Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU). Die Politik solle sich nicht darauf konzentrieren, dass noch mehr Leute vom Abitur zum Studium wechselten, sondern darauf, dass qualifizierte Handwerker über mittlere Abschlüsse ausgebildet würden, so Schlie.

Von den 1705 Bauanträgen, die im Kreis Herzogtum Lauenburg im Jahr 2016 eingereicht wurden, stammt allein ein Drittel von Maurermeistern für Einfamilienhäuser, berichtete Kreispräsident Meinhard Füllner auf dem Neujahrsempfang. 85 Prozent dieser Bauanträge seien allerdings nicht vollständig gewesen. In Handwerkerkreisen wird dieser Umstand auf die steigenden bürokratischen Hürden zurückgeführt. Es habe 100 Widersprüche, davon 21 gegen Bauanträge, gegeben, teilte Füllner mit.

Neue Lehrstellen im Umland

Eingereichte Lehrverträge bei der Handwerkskammer Lübeck in den Kreisen im Jahresvergleich, geordnet nach Anzahl der neuen Ausbildungsverträge insgesamt:

Lübeck: 2016: 676, 2015: 623

Segeberg: 2016: 616, 2015: 558

Pinneberg: 2016: 613, 2015: 586

Kiel: 2016: 587, 2015: 584

Ostholstein: 2016: 567, 2015: 531

Stormarn: 2016: 440, 2015: 467

Lauenburg: 2016: 414, 2015: 447

Steinburg: 2016: 337, 2015: 334

Neumünster: 2016: 291, 2015: 319

Plön: 2016: 270, 2015: 266

QUELLE: HANDWERKSKAMMER LÜBECK

Florian Grombein

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