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Lauenburg Wenn der Fuchs zum Naschfuchs wird
Lokales Lauenburg Wenn der Fuchs zum Naschfuchs wird
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18:12 21.05.2016
Gut gewappnet für Eisheilige, Schafskälte und Co.: Der Rotfuchs trägt jetzt noch das meiste von seinem Winterpelz. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Als pünktlich zu Pfingsten die Kälte zurückkam und Sommerkleider und kurze Hosen ganz schnell wieder in den Schränken verschwanden, waren die Füchse wohl froh, noch das meiste vom Winterpelz zu haben. Sie lassen sich Zeit mit dem Haarwechsel. Nur ganz allmählich werden das besonders lange Deckhaar und die dichte Unterwolle gegen das dünne Sommerfell getauscht.

Obwohl der Rotfuchs oder auch einfach Fuchs zu den Hundeartigen gehört, ähnelt er in seiner Jagdweise der Wildkatze: Langsames Anschleichen und plötzlich der typische Mäusesprung, denn auch der Fuchs ist vor allem Mäusejäger. Im Gegensatz zur Katze kann er die kleinen Nager auch mit schnellen Bewegungen der Vorderpfoten ausgraben, was man nachher an den kleinen Erdtrichtern erkennen kann.

Wenn es wenig Mäuse gibt, ist der Fuchs flexibel wie kaum ein anderes Raubtier. Ihm scheint alles zu schmecken: von Regenwürmern, Schnecken und Käfern über Frösche und Eidechsen bis hin zu überfahrenen Tieren. Größere Beutetiere werden vor allem für die Jungenaufzucht erbeutet, denn der tägliche Bedarf an mindestens 100 Feldmäusen für eine normale Fuchsfamilie ist nur schwer zu decken.

Wildkaninchen, junge Feldhasen, Entenküken und Rehkitze stehen dann auf dem Speiseplan. Als Beilage nascht der Fuchs Blaubeeren, Brombeeren und Kirschen, aber reif und süß müssen sie sein.

Regelmäßig kontrolliert er auch, was menschliche Waldbesucher zurückgelassen haben. Bei Kekskrümeln und anderem Süßen wird der Fuchs zum Naschfuchs.

Karsten Gärtner

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