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Lauenburg Werkruine gammelt weiter vor sich hin
Lokales Lauenburg Werkruine gammelt weiter vor sich hin
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00:00 26.10.2012
Herzogtum Lauenburg

Noch immer steht die Ruine des ehemaligen Kalksandsteinwerks in Panten. Es ist nicht zu erkennen, dass sich dort viel getan hat, seit die LN im Juni über das verfallene Industriewerk berichteten. Lediglich ein großer Tank ist aus seiner Verankerung gehoben und hinter den Gebäudekomplex verlagert worden. Und es wurde versucht, alle Gebäudeteile wieder mit Maschendraht zu versperren.

Eigentlich sollte schon längst Klarheit über die Zukunft des Areals herrschen. Als die Gemeinde einen Investor hatte, der dort Veranstaltungen durchführen wollte, legte der Kreis Einspruch ein, weil eine andere gewerbliche Nutzung nicht zulässig ist. Nun soll die Fläche renaturiert und dem Urstromtal der Stecknitz wieder zugeführt werden. Doch wann und wie das abgewickelt wird, steht noch nicht endgültig fest.

„Die Vertragsunterlagen zu Detailverhandlungen wegen einer Übernahme des Grundstücks liegen dem Besitzer, der Firma Xella in Duisburg, vor“, sagt Kreissprecher Karsten Steffen. Doch der zuständige Xella-Manager sei im Urlaub. Wer die Zeche bezahlt, wenn das Werk abgerissen wird und die dort immer noch zu findenden Altlasten entsorgt werden, sagt niemand. Die Firma Xella war zu keiner Stellungnahme bereit, und auch aus der Kreisverwaltung gibt es keine konkreten Aussagen. Dort verweist Steffen auf das laufende Verfahren.

Für Naturschützer Dr. Peter Aldenhoff ist das alles ein Unding. „Man hat der Firma seinerzeit den Kiesabbau gestattet, hat ihr auch erlaubt, ein Werk gleich neben der Kieskuhle aufzubauen. Man ist der Firma damals sehr entgegen gekommen.“ Heute scheffele das Unternehmen Millionen und sperre sich dagegen, diese Ruine endlich zu beseitigen. Schließlich liege das Werk schon seit mehr als zehn Jahren brach. „Die Firma redet sich immer heraus und behauptet, dass sie das Gelände noch als Zwischenlager nutzt“, sagt Aldenhoff. Er selbst habe schon beobachtet, dass dort ein Laster vorgefahren sei, der einen Steinhaufen auf dem Platz umgesetzt habe. Neue Kalksandsteine seien dort schon lange nicht mehr gelagert worden.

„Es ist höchste Zeit, dass die Besitzer endlich zu ihren Altlasten stehen und den Schandfleck entfernen“, sagt Naturschützer Aldenhoff. Allein die Firma wisse, was dort noch alles lagere und ob möglicherweise der Boden kontaminiert sei. Das sollen nach Aussage des Kreissprechers die Untere Naturschutzbehörde und die Behörde für Abfall und Bodenschutz bereits untersucht haben. Dabei stellten die Mitarbeiter der Behörde fest, dass in den Gebäuderesten gefährliche Stoffe, insbesondere asbesthaltige Dachabdeckungen, Dämmmaterialien in Form von Glas- oder Steinwolle sowie ölverunreinigte mineralische Bauschuttreste lagern. Eine unmittelbare Gefahr gebe es aber derzeit nicht, versicherte Verwaltungssprecher Steffen. Ob Bodenverunreinigungen bestehen, kann die Behörde derzeit weder ausschließen noch bestätigen.

Unterdessen ist die Polizei schon seit langem nicht begeistert von der verfallenen Anlage in Panten: „Immer wieder treiben vermutlich Jugendliche dort ihr Unwesen und sprayen ihre Tags an die Wände. Dabei treten sie die Zäune nieder oder reißen sie so weit auf, dass sie in die Ruine gelangen können“ , sagt Wolfgang Zymelka von der zuständigen Polizeistation in Nusse.

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