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Lauenburg Wie behandelt Klinkrade künftig das Windkraft-Thema?
Lokales Lauenburg Wie behandelt Klinkrade künftig das Windkraft-Thema?
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18:15 30.07.2016

Bei der Gemeindevertreter-Sitzung im April beantragte die Fraktion der Wählergemeinschaft „Klinkrader für Klinkrade“ (KfK) die erneute Durchführung eines Bürgervotums. Das wäre nach 2010 und 2011 (siehe Beistück unten) bereits die dritte Entscheidung aller Einwohner. Es geht nach wie vor um ein zusammenhängendes Areal der Gemeinden Düchelsdorf, Klinkrade und Sierksrade, auf dem zwölf bis zu 200 Meter hohe Windräder errichtet werden sollen.

Die KfK Fraktion mit Christian Stöber (ob. v. l.), Timo Hansen und unten Wolfgang Hess, Paul Musolff.

Die Fraktion der „Allgemeinen Aktiven Wählergemeinschaft“ (AAW) von Klinkrade lehnte den Antrag in der Gemeindevertretung mit ihrer Einstimmen-Mehrheit ab, obwohl sich die genannten Nachbargemeinden kurz zuvor bereits durch Gemeindevertretungsbeschluss (Düchelsdorf) beziehungsweise Bürgerentscheid (Sierksrade) gegen den Bau von windkraftanlagen (WKA) ausgesprochen hatten.

Um dem Bürgerwillen Gehör zu verschaffen, veranlassten die Gemeindevertreter der KfK-Fraktion ein Bürgerbegehren. Wie von der KfK erwartet, war die Resonanz groß. Die benötigten zehn Prozent Zustimmung wurde um ein Vielfaches übertroffen. 160 Unterschriften kamen am Ende zusammen, was 35 Prozent der Wahlberechtigten des Ortes entspricht. Hochgerechnet auf die bisherigen Bürgerentscheide lehnen damit laut KfK weit mehr als 70 Prozent der Wähler den Bau von WKA in Klinkrade ab.

Dieser eindeutige Bürgerwille wurde dem Amt Sandesneben-Nusse übergeben. Der Bürgerentscheid könnte entgegen der Bestrebungen der AAW-Fraktion stattfinden. Es liegt nun in ihren Händen, die Gemeindekasse mit den Kosten für ein erneutes Bürgervotum zu belasten oder den mehrheitlichen Willen der Klinkrader Bürger und Bürgerinnen mit einer Beschlussfassung anzuerkennen, die den WKA-Bau ablehnt. Diese Entscheidung soll nun am kommenden Dienstag, 2. August, um 20 Uhr in der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung im Feuerwehrhaus fallen.

Ablehnung auch bei den ersten beiden Bürgervoten

Wie beim Bürgerentscheid 2010 hatte Mitte November 2015 eine deutliche Mehrheit der Einwohner von Klinkrade auch beim zweiten Bürgerentscheid einen Windpark auf dem Gebiet der Gemeinde abgelehnt. Bei einer ungültigen Stimme votierten 241 gegen den geplanten Bürgerwindpark (2010: 177), 135 (2010: 133) waren dafür. Mit diesen Zahlen fiel das Ergebnis noch eindeutiger als bei der Abstimmung 2010 aus. Auch die Wahlbeteiligung war deutlich höher. Von den 491 Wahlberechtigten waren 348 (2010: 313) zur Stimmabgabe gegangen. 29 Wähler wählten per Brief.

unk

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