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Lauenburg „Wie im Himmel“: Probe im Domhof
Lokales Lauenburg „Wie im Himmel“: Probe im Domhof
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12:31 06.08.2017
Das ganze Ensemble des Theaters im Stall nimmt für das Stück „Wie im Himmel“ Position auf der Bühne im Domhof für eine Chorszene ein. Quelle: Fotos: Wr

Einer ist schon im Himmel, nämlich der Uhu. Wegen der Brutzeit des im Turm des Ratzeburger Doms residierenden Raubvogels hätte das Ensemble des Theaters im Stall mit der Probenarbeit für das Open-Air-Stück „Wie im Himmel“ im Domhof erst einige Zeit später beginnen können. Durch das vorzeitige tragische Ableben des Uhus konnte schon vorgestern Abend die Probenarbeit von der alten Barlachschule an den Ort verlagert werden, wo das Stück vom 15. bis 27. August aufgeführt wird.

Ensemble für das Ratzeburger Open-Air-Theater übte erstmals in der Original-Kulisse – Unerwartetes Ableben des Dom-Uhus machte früheren Probenstart möglich.

Bühne mitsamt Kulissen – bunte Fassaden stellen ein typisches schwedisches Dörfchen dar – und die Tribüne für rund 300 Zuschauer sind aufgebaut. Es kann losgehen. Die Darstellerinnen und Darsteller nehmen ihre Positionen ein, und Regisseurin Maren Lubenow geht vor der Bühne hin und her, beobachtet kritisch das Geschehen, gestikuliert, gibt Anweisungen. Hektik liegt in der Luft. Seit April hat das etwa 20-köpfige Ensemble des Theaters im Stall Neuhorst bereits in der Barlachschule geprobt. Die Texte sitzen – weitgehend –, die szenischen Abläufe auch. Aber auf der „richtigen“ Bühne ist natürlich alles wieder ein bisschen neu. Doch schnell ist erkennbar, die dramatischen Akzente sind klar herausgearbeitet. Und schon nach einigen wenigen Szenen springt ein Funke auf den Betrachter über; hier wird es blitzschnell dramatisch. Das Stück, eine Bühnenadaption des skandinavischen Musikfilm-Dramas, dürfte wohl alles andere als langweilig werden.

Das schwedisch-dänische Musikfilm-Drama war 2004 ein großer Erfolg, nicht zuletzt wegen des populären, kürzlich verstorbenen Schauspielers mit Michael Nyqvist in der Hauptrolle. Die Neuhorster Theatertruppe hatte eigens eine Genehmigung für die Bühnenbearbeitung in Ratzeburg eingeholt.

Elf Frauen und neun Männer agieren vor den Holzhausfassaden und vor allem vor der großartigen Kulisse des Domhofs mit seiner gigantischen Birke, die in das Spiel miteinbezogen wird. Gösta Harbs vom Theater im Stall: „Das ist ein tolles Ambiente hier.“ Und damit ist nicht nur der optische Eindruck gemeint, sondern auch die Akustik. Die ist wichtig, denn das Stück ist stark musiklastig, es wird viel gesungen. Für die beste Optik sorgen zwei Lichttürme mit über 20 Scheinwerfern. Nun braucht es nur noch gutes Wetter.

Premiere am 15. August

Aufführungstermine sind vom 15. bis 20. August sowie vom 23. bis 27. August täglich. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Karten gibt es für 18 Euro (15 Euro ermäßigt). Nähere Infos unter www.theater-im-stall.de.

„Wie im Himmel“ schließt an die bisherigen Aufführungen aus den Jahren 2008 („Hexenjagd“), 2011 (Der Glöckner von Notre Dame“) und 2014 („Sommernachtstraum“) an.

 Matthias Wiemer

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