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Lauenburg Wie im Urlaub: Freies Surfen auf dem Bürgerplatz
Lokales Lauenburg Wie im Urlaub: Freies Surfen auf dem Bürgerplatz
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10:26 10.08.2016
Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt, Bürgermeister Uwe Möller und Dennis Ressel von den Geesthachter Stadtwerken probieren den kostenlosen WLAN-Zugang auf dem Bürgerplatz aus. Quelle: Reichenbächer

„Der Bürgerplatz hat eine ganz neue Qualität bekommen“, freut sich Büchens Bürgermeister Uwe Möller. Seit einigen Tagen kann dort, und im Bürgerhaus selber, das freie WLan-Netzwerk genutzt werden. „Der Platz ist jetzt viel mehr belebt, auch außerhalb von Veranstaltungen treffen sich jetzt hier Menschen“, so Möller weiter.

Diskutiert wurde schon länger in der Gemeinde, ob es nicht möglich sei, ein freies Netz zur Verfügung zu stellen. Ein Problem war bisher immer die sogenannte Störerhaftung beim Betrieb eines offenen Internet-Zugangs. „Es gab trotzdem eine einstimmige Entscheidung der Politik, dass wir das Netzwerk einrichten wollen“, so Möller. Kurz nach der Entscheidung fiel aber auch durch eine Gesetzesänderung die Störerhaftung weg, so dass die Gemeinde im Normalfall nicht mehr dafür haftbar gemacht werden kann, wenn ein Nutzer illegale Handlungen vornimmt.

Besonders freut sich Möller über die Zusammenarbeit mit den Geesthachter Stadtwerken. „Wir hatten uns schon Gedanken über die Finanzierung gemacht, und jetzt mussten wir nur die Montage der Antenne und des Kabels übernehmen“, erklärt Möller. Weitere Kosten sollen nicht auf die Gemeinde zukommen. Die Kosten für die benötigte Hardware und die laufenden Kosten werden von den Stadtwerken und HanseWerk übernommen. Während HanseWerk die Hardware und den Zugang zur Verfügung stellen, übernehmen die Geesthachter Stadtwerke die laufenden Internetkosten.

„Die Möglichkeit in Büchen hat sich ergeben, weil wir jetzt mit HanseWerk gegenseitig unsere Netze absichern“, erklärt der Bereichsleiter Multimedia und IT der Geesthachter Stadtwerke, Dennis Ressel.

Damit soll bei einem Ausfall einer Leitung weiterhin für Kunden das Netz zur Verfügung stehen. Um sich über das offene Netz einloggen zu können, werden eine Telefonnummer oder eine E-Mailadresse benötigt. Dann kann das Netz drei Stunden kostenlos genutzt werden. Danach müssen die Nutzer sich neu anmelden. „Die Daten sind sicher, werden nicht weitergegeben, und auch automatisch wieder gelöscht“, verspricht Ressel. Damit auch Kinder das Netzwerk nutzen können, ist ein Content-Filter vorgeschaltet. „Damit werden zum Beispiel pornografische oder gewaltverherrlichende Seiten gar nicht erst angezeigt“, so Ressel.

„Jetzt haben wir auf dem Bürgerplatz einen Standard wie im Urlaub, wo es meist ja auch freies WLan gibt. Das ist ein tolles zusätzliches Angebot“, sagt Bürgermeister Möller über die Umsetzung.

Bereits in den ersten Tagen gab es auch ohne es vorher bekanntzumachen zwischen 80 und 100 Zugriffe. „Auch das Datenvolumen wird sehr gut genutzt“, schließt Ressel ab.

 Wolfgang Reichenbächer

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