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Lauenburg Wille oder Börner – SPD lädt zur Kandidatenkür
Lokales Lauenburg Wille oder Börner – SPD lädt zur Kandidatenkür
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23:44 22.09.2016

Eigentlich war es eine ausgemachte Sache: Die lauenburgische Parteichefin Birgit Wille soll die Nachfolge von Peter Eichstädt als Direktkandidat der SPD im Landtags-Wahlkreis Lauenburg-Nord antreten. Doch kurz vor dem inoffziellen selbstgesetzten Bewerbungsschluss der Partei Anfang April hat auch Kreistagsabgeordneter Manfred Börner seinen Hut in den Ring geworfen. Heute Abend kommt es nun zum Duell der beiden Bewerber. Die von den 21 Ortsvereinen im Nordkreis entsandten Delegierten haben im Möllner Lebenshilfewerk die Wahl.

 

Manfred Börner

Manfred Börner ist hauptberuflich Polizist und derzeit Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Außerdem sitzt er ehrenamtlich für die SPD im Kreistag.

Der Ratzeburger ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und eine Enkeltochter. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Haus und Hof. Foto: Malzahn

Birgit Wille

Birgit Wille ist Diplom-Betriebswirtin und war bis 2014 Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein. Seit vergangenem November ist sie SPD-Kreisvorsitzende.

In der Kreistagsfraktion arbeitet Wille seit Dezember 2015 als stellvertretendes bürgerliches Mitglied im Jugendhilfeausschuss mit. Foto: Marohn

„Nervös“ sei sie nicht, eher angespannt, sagt Wille. Ihre Chancen sieht sie gut. „Ich bin Sozialpolitikerin und vertrete dort alle Bereiche“, sagt Birgit Wille. Sie sei gut gerüstet und fachlich qualifiziert. „Außerdem habe ich aus meinen 13 Jahren in der Landeshauptstadt gute Kontakte nach Kiel“, sagt die ehemalige Bürgerbeauftragte des Landes. Der Wahlkreis liege ihr als Grönauerin sehr am Herzen. „Ich freue mich darauf, hier Wahlkreisarbeit machen zu können“, so Wille. Offen ist allerdings, wie stark der Rückhalt für die 56-jährige Parteichefin ist. Bei ihrer Wahl vor knapp einem Jahr erhielt sie 69,2 Prozent der Delegiertenstimmen – ein „ausbaufähiger“ Wert, wie sie selbst später im LN-Interview einräumte.

Mitbewerber Manfred Börner (58) sieht sich als guten Verbindungsmann nach Kiel. „Ich bin in den letzten Wochen und Monaten viel im Wahlkreis unterwegs gewesen und habe mit den Menschen gesprochen.

„Ich bin jemand, der zuhören kann und dann auch Prioritäten setzt“, sagt Börner. „Ich versuche nicht, den Eindruck zu erwecken, dass ich für alles eine Lösung habe. Aber ich versuche, es aufzunehmen und Lösungen zuzuführen“, sagt Börner. Allerdings gehe nicht alles auf einmal. Das habe er in seinem jahrzentelangen Engagement in der Politik gelernt. Zu dem Prioritäten-Setzen gehöre dann auch, klar zu sagen, was man für wichtig halte und was für weniger wichtig. Denn vieles hänge am Geld, und alles sei daher nicht auf einmal umsetzbar.

Im Rennen um den direkten Einzug in den Landtag wird die künftige SPD-Kandidatin oder der Kandidat unter anderem auf Klaus Schlie (CDU), Christopher Vogt (FDP) und Dorothee Vöpel (AfD) treffen.

 Holger Marohn

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