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Lauenburg Windrad aus Papier: Aktion gegen Anlagen im Naturpark
Lokales Lauenburg Windrad aus Papier: Aktion gegen Anlagen im Naturpark
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19:13 31.10.2016
Die symbolische Windkraftanlage aus Papierbahnen aus gut 100 Metern Höhe. Quelle: Fotos: Thomas Biller
Seedorf/Hollenbek

Trotz Zeitumstellung am Sonntag fanden sich mehr als 230 Menschen pünktlich zwischen Seedorf und Hollenbek ein, um erneut ihren Widerstand gegen Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen sichtbar zu machen. Auf einem potentiell ausgewiesenen Windkraftanlagen-Acker wurde symbolisch ein Windrad dargestellt. Mit Hilfe von Papierbahnen wurde eine Anlage von 200 Meter Größe und einem Durchmesser von 160 Metern veranschaulicht. Damit sollte demonstriert werden, wie groß eine Windkraftanlage (WKA) werden kann und wie nah diese an Gebäuden im Außenbereich gebaut werden dürfen.

Windkraftgegner haben zwischen Seedorf und Hollenbek simuliert, wie eine neue Anlage die Umgebung verändern würde – Bürgerinitiativen wollen sich kreisweit vernetzen.

Zu diesem Zweck hatten die Initiatoren von „Gegenwind vom Schaalsee“ viele Nachbarn und Freunde eingeladen. Hinzu kamen Mitglieder von weiteren Initiativen aus dem Kreisgebiet. Ziel sei auch, so die WKA-Gegner in einer schriftlichen Erklärung, zu zeigen, dass viele Einwohner des Kreises Herzogtum Lauenburg sich gegen die Ausweisung von Windkraftanlagenflächen in der Region wenden.

Teilgenommen haben nach Angaben der Veranstalter Vertreter von mehr als sieben Bürgerinitiativen aus dem Herzogtum Lauenburg. „Dass wir so viele Menschen aus unserem Kreis motivieren konnten, gegen den Windkraft-Wahnsinn in der Region zu demonstrieren, bestärkt uns in unser aller Handeln“, so Barbara Kliesch, Vorstandsmitglied „Gegenwind vom Schaalsee“. Sie hatte die Aktion organisiert. „Wir hoffen, dass wir mit unserer Aktion den einen oder anderen noch wachrütteln, sich mit dem Thema zu beschäftigen“, wünschte sich Antje Ladiges-Specht, eine der Mitinitiatoren des Protestes am Sonntagnachmittag. „Wichtig sei auch, dass sich die Bürgerinitiativen im Kreis vernetzen und so den Politikern in Kiel demonstrieren, dass es sich nicht um den Widerstand einiger weniger handele“, so Ladiges-Specht.

Bei der Veranstaltung waren Vertreter folgender Bürgerinitiativen vertreten: Gegenwind vom Schaalsee, Gegenwind in Krukow, Dörfer gegen WKAs, Bürgerinitiative Bürger für Lütau, Bürgerinitiative für Menschen und Umwelt in Walksfelde, Bürgerinitiativen aus Juliusburg und Schnakenberg sowie die Bürgerinitiative aus Sierksrade mit den Dörfern Düchelsdorf, Klinkrade Berkenthin, Bliestorf, Duvensee, Grinau, Groß Weeden, Kastorf, Labenz, Rondeshagen, Siebenbäumen, Steinburg, Stubben und Kühsen. Aus Walksfelde war Bürgermeister Horst Soecknick extra angereist und erklärte: „Ich habe aus Solidarität an diesem Event teilgenommen, um zu zeigen, dass die geplanten Standorte in unserem Kreis Menschen und Natur zu wenig berücksichtigen.“

Die Gegner

Seit Gründung der Bürgerinitiative „Gegenwind vom Schaalsee“ vor gut zwei Monaten in Seedorf sind 180 Menschen dort eingetreten. Vorrangig wird das Ziel verfolgt, die Schaalsee-Region „als schützenswerte Naturlandschaft innerhalb des Naturparks Lauenburgische Seen für die dort lebenden Menschen und die dort beheimateten und durchziehenden Tiere in ihrem derzeitigen Zustand schützen und zu erhalten“, heißt es in einer Erklärung der Initiative.

Ihre Forderung: „Damit ist jegliche Ausweisung von Flächen für den Bau von Windkraftanlagen unvereinbar und muss dauerhaft aufgehoben und verhindert werden.“ thobi

Thomas Biller

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