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Lauenburg Winzling auf eisfreien Gewässern
Lokales Lauenburg Winzling auf eisfreien Gewässern
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18:20 16.01.2016
Der flauschige Zwergtaucher erinnert an ein Entenküken, hat aber einen spitzen Schnabel. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Einen Zwergtaucher zu entdecken, ist gar nicht so einfach. Er ist so winzig klein und hebt sich in seinem unscheinbaren beige-grauen winterlichen Schlichtkleid kaum von der Umgebung ab. Bei eingezogenem Hals wirkt er in seinem flauschigen Gefieder rundlich wie ein Entenküken, hat aber einen spitzen Schnabel wie sein großer Verwandter, der Haubentaucher. Die Zwergtaucher Schleswig-Holsteins versuchen, den Winter über im Brutgebiet zu bleiben. Bildet sich auf ihrem See eine Eisdecke, wechseln sie auf die Flüsse. Frieren in strengen Wintern auch die Flüsse zu, weichen die Zwergtaucher nach Süden aus. Offenbar können viele sich nicht rechtzeitig zum Abflug entschließen, oder die Reise erweist sich als gefährlich, denn nach Kältewintern kann es zu Bestandseinbrüchen um 70 Prozent kommen. Solche Verluste kann der Zwergtaucher durch rasche Vermehrung in wenigen Jahren wieder ausgleichen, jedenfalls ist in Schleswig-Holstein eine erfreuliche Entwicklung festgestellt worden: Der Bestand hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt und liegt jetzt bei rund 1000 Paaren.

Im Frühling trägt der Zwergtaucher sein Prachtkleid, Wangen und Hals sind dann rotbraun. Auf kleinen, flachen Seen mit ausgeprägter Verlandungszone macht er durch seinen lauten Balztriller auf sich aufmerksam. Eine gute Beobachtungsmöglichkeit bietet sich am malerischen Schwarzsee im Naturschutzgebiet Hellbachtal. Offenbar findet der Zwergtaucher hier ideale Bedingungen, eine Schwimmblattzone aus Teichrosen und Schlangenwurz und reichlich Wasserinsekten, von denen er sich zur Brutzeit hauptsächlich ernährt.



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Karsten Gärtner

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