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Lauenburg „Wir wollen attraktiver werden“
Lokales Lauenburg „Wir wollen attraktiver werden“
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21:24 27.05.2016

Selbstkritisch und persönlich zog Bürgermeister Olaf Schulze jetzt im Rahmen der Mitgliederversammlung der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht (WVG) eine erste Bilanz für seine Tätigkeit im Rathaus. 107 Tage ist er heute im Amt als Verwaltungschef. „Mir geht es darum, möglichst zügig das aufzuholen, was man die letzten Jahre nicht geschafft hat“, sagte Schulze. Liegen geblieben ist im Rathaus unter der Verantwortung seines Vorgängers Volker Manow tatsächlich Einiges. Die Eröffnungsbilanz, Jahresabschlüsse seit 2010, Planungen für Gewerbe- und Baugebiete.

Es ist wich- tig, dass wir zu- sätzliche Ge- werbeflächen anbieten können.“Olaf Schulze, Geesthachter Bürgermeister

Eigentlich, so Schulze, würde man ja 100 Tage „Schonzeit“ in neuen Ämtern haben, um sich in die Themen einzuarbeiten und die neuen Kollegen und Abläufe kennenzulernen. Bei ihm hatte das Kieler Innenministerium bereits nach drei Tagen angerufen. Man habe ihm gratuliert, berichtete Schulze vor etwa 50 Zuhörern – und dann knallhart deutlich gemacht, dass der städtische Haushalt 2016 nicht bearbeitet werde, solange die Eröffnungsbilanz und der Jahresabschluss 2010 fehlen würden. Ein Paukenschlag. Denn ohne genehmigten Haushalt gibt es keine Investitionen. Mittlerweile ist der Haushalt genehmigt, doch das Land hat der Stadt die geplante Kreditaufnahme von 6,25 auf vier Millionen Euro reduziert.

„Wir haben als Verwaltung Vorschläge gemacht, wie wir die 2,25 Millionen einsparen wollen. Das entsprechende Papier wird jetzt an die Fraktionen gehen“, erklärte Schulze. Dann muss die Politik entscheiden, welche Prioritäten gesetzt werden sollen.

Auf großes Interesse bei den WVG-Mitgliedern stieß die Ankündigung von Schulze, das Gewerbegebiet an der Mercatorstraße auf zwei Ackerflächen zügig erweitern zu wollen. „Es ist wichtig, dass wir Gewerbeflächen anbieten können“, sagte Schulze. Das gelte auch für Bauplätze für Wohnhäuser. Der Bürgermeister warb außerdem für die Mitarbeit an der Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK), für das man sich gerade entschieden hat. „Wir müssen Geesthacht eine Identität geben, wir brauchen eine Vision, wo Geesthacht 2030 stehen soll. Dafür ist ein ISEK wichtig“, sagt Schulze.

Ansetzen will er auch an der Stelle, die Verwaltung als Arbeitgeber interessanter zu machen. „Das wird ein Prozess über mehrere Jahre, aber wir wollen attraktiver werden“, so Schulze. Auf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Wirtschaftsbeirat, bei dem auch Aktive der WVG ihr Wissen einbringen werden, freue er sich. Trotz des holperigen Starts: Schulze ist froh und stolz, Bürgermeister von Geesthacht zu sein.

Timo Jann

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