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Lauenburg „Wir wollen den Spielplatz wiederhaben!“
Lokales Lauenburg „Wir wollen den Spielplatz wiederhaben!“
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23:04 17.05.2018
Auf dem Spielplatzgelände standen bis vor Kurzem noch traurigen Reste einer Sitzbank. Dieses neue Ensemble spendete die örtliche CDU. Quelle: Fotos: Burmester
Segrahn

Bereits im Jahr 2016 hat die Gemeinde eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 196 Kubikmetern Wasser auf dem Gelände des Spielplatzes bauen lassen. Kostenpunkt damals: 60000 Euro. Weil es in Segrahn kein Hydrantennetz gibt, wurde die Zisterne eine Auflage der Behörde, denn in der unmittelbaren Nähe gibt es das Veranstaltungszentrum „Viehhaus Segrahn“ der Familie von Bülow. Eine gesicherte offene Wasserstelle ist nicht in der Nähe. Die Kosten für die Zisterne trug die Gemeinde allein. Die Familie von Bülow wurde nicht beteiligt.

Wann wird der Spielplatz im Gudower Ortsteil Segrahn wieder aufgebaut? Das fragt sich Einwohnerin Sonja von der Walle schon seit längerer Zeit. Bürgermeister Eberhard Laubach will erst eine Feuerwehrzufahrt zu der neuen Zisterne bauen lassen, dann den Spielplatz wieder aufbauen.

150 Kinder hoffen auf einen neuen Ort zum Toben

Die Gemeinde Gudow zählt derzeit 1709 Einwohner. Darunter sind 150 Kinder im Alter von bis zu zehn Jahren (Stichtag 3. April 2018).

In Gudow selbst leben 1237 Menschen , darunter 110 Kinder. In den Ortsteilen Segrahn sind es 48 Einwohner (drei Kinder), in Sophiental 168 (13) und in Kehrsen 256 (24). jeb

Doch ehe die Zisterne gebaut werden konnte, mussten die Spielgeräte wie Rutsche, Schaukel und Hopser weichen. Auch eine Bank, die dort immer gestanden hatte, gibt es seitdem nicht mehr. Während von der Bank nur noch traurige Reste auf dem Spielplatzgelände zu finden sind, machen auch die ausgebauten Spielgeräte keinen guten Eindruck mehr. Die Kunststoffrutsche ist mehrfach gebrochen, einige Metallrohre der Schaukel und der übrigen Geräte haben Rost angesetzt und die Holzteile ebenfalls deutlich gelitten. Sogar der Beton an den Füßen der einzelnen Spielgeräte bröckelt auseinander.

„Hier haben nicht nur unsere Enkel und einige Kinder aus dem Dorf gespielt. Hier haben oft Familien angehalten, wenn sie spazieren gegangen sind oder einen Ausflug mit dem Rad gemacht haben“, sagt Sonja von der Walle. Der Bürgermeister habe ihr bereits im Herbst vergangenen Jahres erklärt, dass eine Feuerwehrzufahrt zur Zisterne gebaut werden soll. „Passiert ist bis heute noch nichts“, sagt die 60-jährige Segrahnerin. Sie geht davon aus, dass die Feuerwehr noch nicht einmal eine Zufahrt braucht, weil die Entfernung bis zu den Wasseranschlüssen an der Zisterne nur wenige Meter bis zur Straße beträgt.

Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Laubach den Lübecker Nachrichten, dass zunächst eine Zufahrt für die Feuerwehr gebaut werden soll. „Momentan haben die Gemeindearbeiter viel zu tun und bislang konnte man im Winter nichts machen“, erklärte Laubach. Aber in den kommenden Wochen werde das Projekt in Angriff genommen und anschließend würden die Spielgeräte wieder aufgestellt. „Natürlich achten wir darauf, dass nur intakte und sichere Geräte aufgestellt werden“, machte der Bürgermeister deutlich.

Da Spielgeräte auf Spielplätzen jedes Jahr einer Prüfung durch den Tüv oder die Dekra oder einen Bevollmächtigten unterzogen werden müssen, kann es sein, dass nicht alle Geräte, die derzeit ihr Dasein auf dem Spielplatz in Segrahn fristen, noch einmal zugelassen werden. Denn auch Geräte, die ausgebaut und später wieder aufgestellt werden, müssen genauso wie neue zunächst geprüft und abgenommen werden. Das ein oder andere Spielgerät müsse dann also vermutlich gegen ein neues ersetzt werden. Die Kinder, ist sich Sonja von der Walle sicher, wird es sicher freuen.

 Jens Burmester

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