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Lauenburg Wird Möllns Gymnasium die beste Schule im Norden?
Lokales Lauenburg Wird Möllns Gymnasium die beste Schule im Norden?
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20:19 09.03.2016
Die Jury-Mitglieder Dr. Ulf Schweckendiek (v. r.) und Rolf Bennung im Gespräch mit Schülern und Lehrern des Gymnasiums. Quelle: Fotos: Grombein

/ Kiel. Zehn Schulen werden dieser Tage von einer Jury aus qualifizierten Pädagogen, Wissenschaftlern und Schülern unter die Lupe genommen. Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) sucht die „Schule des Jahres 2016“. Gestern haben sieben Jurymitglieder das Marion-Dönhoff-Gymnasium besucht. Es steht im Finale des landesweiten Wettbewerbes. Für den Titel hatte sich das Gymnasium mit einem zweiseitigen Anschreiben und einer fünfseitigen Beschreibung sowie entsprechenden Unterlagen wie dem Schulkonzept beworben.

Jury-Mitglied Dr. Michaela Köller von der Christian-Albrechts-Universität informiert sich bei Lehrern und Schülern des Möllner Gymnasiums.

Der Sieger des Wettbewerbes darf sich auf ein Preisgeld von 10000 Euro freuen. Außerdem werden zweimal 2000 Euro vergeben.

„Wir haben ein vielfältiges Schulprofil und eine sehr dynamische Schulentwicklungskultur“, wirbt Dr. Thomas Eggers, Leiter des Marion-Dönhoff-Gymnasiums, für die Chancen seiner Schule im Wettbewerb.

Eine tolle Arbeit im kulturästhetischen Bereich sowie in den modernen Fremdsprachen und den Naturwissenschaften werde in Mölln geleistet.

Im Foyer der Schule waren gestern diverse Stehtische aufgebaut, an denen Lehrer und Schüler die Jurymitglieder über die Stärken der Schule informierten. „Lernen und Heterogenität“, „Selbstständiges Arbeiten“ oder „Hausaufgabenkultur“ spielten dabei eine Rolle. Zuvor hatte die Jury sich zwei Stunden lang in unterschiedlichen Klassen- und Fachräumen einen Überblick über den Unterricht und die Räumlichkeiten des Möllner Gymnasiums verschafft. Laut Eggers sei die Schule Vorreiter dabei gewesen, sich mit dem Thema Zeittaktung und Rhythmisierung zu beschäftigen. Dabei gehe es zum einen um die Einführung von Zeitstunden und zum anderen um eine innovative Planung des schulischen Alltags, auch außerhalb des Unterrichts.

„Wir haben vom Preisgeld die Oberstufe mit Beamern ausgestattet und Spiele für den Mittagsbereich angeschafft“, berichtet Rolf Bennung, Schulleiter der Lübecker Geschwister-Prenski-Schule, am Rande der Veranstaltung. Seine Schule hatte vor zwei Jahren den Wettbewerb gewonnen. Nun sitzt der Pädagoge selbst in der Jury des Wettbewerbs. Darin vertreten und in Mölln dabei waren auch Dr. Michaela Köller, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Psychologie für Pädagogen an der CAU Kiel, Oliver Jäger, Landesschülersprecher für Gymnasien, Dr. Ulf Schweckendiek, Fachberater des IQSH sowie Elternvertreter.

Der Gewinner wird im Juni bekanntgegeben. Gestiftet werden die Preise vom Verein zur Förderung der Energiewende. An der Organisation sind außerdem die IHK, die Handwerkskammer, der Unternehmerverband, die Universitäten im Land und weitere Institutionen beteiligt.

Im vergangenen Jahr nahmen landesweit 27 Schulen teil, in diesem Jahr lediglich zwölf. Die Jury hatte für das Jahr 2016 als Schwerpunktthema „Gute Schule — Guter Unterricht“ festgelegt. Teilnehmen können alle Schularten.

Kriterien für die „Schule des Jahres“

Der Preis wird im Hinblick auf fünf Beteiligungsbereiche verliehen:

1. „Schule leiten und Qualität entwickeln“: Dazu gehören eine effiziente und effektive Organisation und Verwaltung der Schule.

2. Professionalität: Die Schule verfügt über ein Fortbildungskonzept zur Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen. Kommunikation und Kooperation im Kollegium gelingen.

3. Schulkultur: Ein positives Schulleben und aktive Wertevermittlung zeichnen die Schule aus. Es gibt eine gelebte Partizipation der Schulgemeinschaft.

4. Lehren und Lernen: Die Lehrerinnen und Lehrer orientieren sich an den Fachanforderungen/Lehrplänen und schulinternen Curricula. Bei der Unterrichtsgestaltung werden wesentliche Merkmale guten Unterrichts beachtet. Der Umgang mit Heterogenität gelingt. Es gibt eine transparente und nachvollziehbare Beurteilung von Schülerleistungen.

5. Ergebnisse und Wirkungen: Die Schule erreicht hohe Bildungs- und Erziehungseffekte und kann das belegen.

• Quelle: www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IQSH

Von Florian Grombein

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