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Lauenburg Wirtschaftspreis für „Blumen Scheumann“
Lokales Lauenburg Wirtschaftspreis für „Blumen Scheumann“
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20:13 25.11.2016
Der WVS-Wirtschaftspreis 2016 ging an Bettina und Udo Scheumann, die die Firma „Blumen Scheumann“ in Schwarzenbek in dritter Generation führen. Rechts: WVS-Vorsitzender Uwe Krützmann. FOTO: SILKE GEERCKEN

Die Preisträger des Wirtschaftspreises 2016 der WVS Schwarzenbek stehen fest: Udo und Bettina Scheumann durften die begehrte Trophäe am Donnerstag im Schwarzenbeker Festsaal entgegen nehmen. Sie führen ein Blumengeschäft, das mit einem großen Neubau im April 2015 Eröffnung feiern konnte. Rund 200 Gäste nahmen an der festlichen Preisverleihung teil. Es war die 22.

„Es ist fünf Minuten

vor Zwölf. Wir brauchen einen Wirtschaftsförderer.Uwe Krützmann,

WVS-Vorsitzender

Neben der Anerkennung für ein erfolgreiches Geschäftsmodell gab es eine Bronzeplakette und einen Scheck. Das Ehepaar Scheumann steckt mitten in den Weihnachtsvorbereitungen (am Wochenende ist eine große Adventsausstellung),und somit habe man die Dankesredenicht groß vorbereiten können, meinte Udo Scheumann. Das merkte das Publikum aber nicht. Bettina und Udo waren gemeinsam ans Rednerpult gegangen, wo der Preisträger von den Anfängen von „Blumen Scheumann“ erzählte. Sein Opa Oskar hatte 1947 mit Gemüseanbau am Hainholz begonnen, später eine Gärtnerei in der Uhlenhorst betrieben. Der erste Blumenladen sei dann im Pavillon an der Lauenburger Straße entstanden, geführt von Udos Eltern. 1997 hatten Udo und Bettina Scheumann das Ruder übernommen. „Wir hatten ein gutes Fundament.“ Das junge Paar ruhte sich auf den Lorbeeren jedoch nicht aus, sondern entschloss sich 2012 zu einem großzügigen Neubau an der Hamburger Straße. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Auch in schwierigem Umfeld des Einzelhandels lohnt sich eine Investition“, betonte Scheumann. Im vergangenen Jahr war der Neubau eröffnet worden.

Wie schwierig die Situation für den Einzelhandel ist, machte der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung, Uwe Krützmann, in seiner Begrüßung deutlich. „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo die Kraft von innen nicht mehr reicht. Es ist fünf Minuten vor Zwölf“, sagte er im Hinblick auf den zunehmenden Leerstand in der Schwarzenbeker Innenstadt. „Fangen Sie an, sich um die Innenstadt zu kümmern“, appellierte Krützmann an die Kommunalpolitiker, verbunden mit der Forderung, endlich die Stelle des Wirtschaftsförderers (hatte vor fünf Jahren Andreas Thiede, heute Bürgermeister in Lauenburg inne), erneut zu besetzen.

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig hielt den Ball flach. „Die Stadt dankt für die vielen Aktivitäten der WVS, die den Wirtschaftsstandort Schwarzenbek bekannt machen. Sie sichern den Wohlstand der Stadt.“ Sie nannte einige Zahlen: Schwarzenbek hat aktuell 16 449 Einwohner, das Gewerbesteueraufkommen 2016 beträgt rund acht Millionen Euro, es wurden 91 Bauanträge mit einem Volumen von zehn Millionen Euro bearbeitet (unter dem Durchschnitt der vergangenen 16 Jahre). Es gibt acht Kitas, dennoch fehlen 20 Elementarplätze. Zum Bauvorhaben am Markt: „Wir warten täglich auf die Baugenehmigung.“ Zu den Projekten in 2017 gehörten das neue Sportlerhaus, das Bahnhofsumfeld – und auch die Stelle des Wirtschaftsförderers.

Für Unterhaltung sorgte die Beatles-Coverband „Because“. Passend zur wirtschaftlichen Situation der Stadt intonierten die „fab four“ den Song „Help“.

Silke Geercken

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