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Wo die Zukunft ihr Zuhause hat

Geesthacht Wo die Zukunft ihr Zuhause hat

Die Stadtwerke Geesthacht präsentieren sich zum 75-jährigen Jubiläum nicht nur als kompetenter Energieversorger für weite Teile des Südkreises, sondern auch als moderner Dienstleister.

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Stadtwerke-Chef Markus Prang, Bürgermeister Olaf Schulze und Staatssekretär Frank Nägele (von links) im Gespräch während der Stadtwerke-Jubiläumsfeier.

Quelle: Timo Jann

Geesthacht. Sie sorgen mit ihren Leitungen dafür, dass Trinkwasser zur Verfügung steht, bieten Gas oder Fernwärme an, damit niemand frieren muss, sie speisen teilweise selbst erzeugten Strom ins Netz, so dass in der technisierten Zeit alle Geräte funktionieren, und sie haben für die Menschen in der Region das schnellste Internet Norddeutschlands geschaffen: Die 78 Mitarbeiter der Stadtwerke Geesthacht um ihren Geschäftsführer Markus Prang. Am Freitag vor 75 Jahren wurde das Unternehmen offiziell gegründet. Der Ursprung der Versorgung der Geesthachter geht unterdessen bis in die 1920er Jahre zurück.

Ausgangspunkt

Anfang des Jahres haben die Stadtwerke ihren neuen Firmensitz an der Mercatorstraße 67 bezogen. Von dort aus wird eine Region mit mehr als 60000 Einwohnern mit verschiedenen Medien versorgt. In den kommenden 15 Jahren soll an der Mercatorstraße auch Geesthachts zentrales Wasserwerk entstehen.

„Stadtwerke sind der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg“, erklärte Frank Nägele, Staatssekretär im Kieler Wirtschaftsministerium, am Freitag während des Empfangs anlässlich des Jubiläums. In die Kerbe schlug auch Kreispräsident Meinhard Füllner, der ausdrücklich die kommunale Einbindung der Stadtwerke lobte. Es sei ein „Verdienst der Stadtwerke“, wie die „Zukunftsfähigkeit des Kreises“

gestaltet werde, berichtete er. Die „unpersönliche Bündelung“ großer Energieversorger sei das, was die Menschen in der Region gerade nicht möchten, so Füllner. Er appellierte an die Kommunalpolitiker, den „Schatz“ ihrer Stadtwerke zu bewahren, denn die persönliche Beratung anstelle anonymer Call-Center werde sehr geschätzt. Nägele lobte die Stadtwerke als „Innovationstreiber“.

Mit den Ideen sei man noch längst nicht am Ende der Kreativität angelangt, versicherte Prang den Gästen. Er kündigte neue Produkte und Geschäftsfelder an, noch in diesem Jahr werden die Stadtwerke ihren Kunden einen kostenlosen Datenspeicher (Cloud) anbieten. In einer Cloud können Daten extern (künftig auch bei den Stadtwerken) gespeichert werden. Das schont eigene Speicherkapazitäten und bietet größtmöglichen Schutz. Die digitale Sicherheit nannte Prang als eines der Zukunftsfelder des Unternehmens. Unter dem Motto „Zukunft beginnt zuhause“ werden die Stadtwerke weiterhin daran arbeiten, die Menschen in der Region zu versorgen, so Prang.

In den vergangenen fünf Jahren haben die Stadtwerke mehr als 30 Millionen Euro investiert. Prang erinnerte aber auch daran, dass das Geschäftsfeld der Stadtwerke „die umkämpfteste Branche der Republik“ sei. Er sagte, in Geesthacht würde es 430 Strom- und 290 Gasanbieter geben. „Wir haben bewiesen, dass wir dem Wandel gewachsen sind“, erklärte der Geschäftsführer.

Bürgermeister Olaf Schulze, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Energieversorgers ist, lobte ausdrücklich die Mitarbeiter, die zu der 75-jährigen „Erfolgsgeschichte“ beigetragen hätten. „Und wir fangen gerade erst richtig an“, sagte Schulze.

Vor etwa 200 Gästen erinnerte er an die Gründung am 16. April 1941, mitten im Zweiten Weltkrieg. „Das war damals sicher keine leichte Aufgabe“, sagte Schulze. 1957 versorgten zehn Mitarbeiter die Geesthachter mit Gas und Wasser, 1989 wurde mit Gülzow erstmals außerhalb der Stadt Energie (Gas) angeboten. 1994 kam die Wasserversorgung für Hamwarde hinzu, seit 2014 beziehen Dassendorf und Umgebung schnelles Internet aus Geesthacht. „Lassen Sie uns diesen guten Weg weiter gemeinsam gehen“, richtete der Bürgermeister einen Gruß an die Amtskollegen aus dem Umland, die zur der Feier wie auch Geschäftspartner und Mitarbeiter geladen waren.

„Die Stadtwerke haben sich vom Energieversorger zum modernen Dienstleister gewandelt“, zollte Schulze der Mannschaft seinen Respekt. „Es hat sich viel geändert in den 75 Jahren, aber die Kompetenz ist geblieben“, erklärte Schulze.

Von Timo Jann

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