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Wohnungseinbrüche gingen um zwanzig Prozent zurück

Ratzeburg Wohnungseinbrüche gingen um zwanzig Prozent zurück

Polizeidirektion Ratzeburg nennt Tendenz in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn für 2016 und rät Bürgern, es den Einbrechern schwer zu machen.

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Erster Kriminalhauptkommissar Thomas Holst (li., Reinbek), Erster KHK Ralf Lorenzen, stv. Leiter der Kriminalinspektion Bad Oldesloe.

Quelle: ge

Ratzeburg/Bad Oldesloe. Es ist nur eine Tendenz, aber es ist eine gute Nachricht in unruhiger Zeit: Die Einbruchskriminalität in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn ist in den Monaten Januar bis Juli 2016 um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen. Das wurde bei einem Gespräch in der Polizeidirektion Ratzeburg deutlich. Anlass war die Frage, wie sich Bürger vor Einbrüchen schützen können.

Absolute Zahlen hatten Ralf Lorenzen, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion Bad Oldesloe, sowie Thomas Holst, Leiter der Kriminalpolizeistelle Reinbek, nicht. „Wir können diese Zahlen nicht nennen, weil die Bearbeitung der Fälle noch nicht abgeschlossen ist und sich die Eingangslage noch ändert“, sagte Holst, aber soviel dann doch: Die Zahl der Einbrüche ging im Lauenburgischen um zehn Prozent, in Stormarn um 33 Prozent zurück. Die Polizeistatistik wird stets zu Jahresbeginn veröffentlicht. Danach hat es im Kreis Herzogtum Lauenburg im vergangenen Jahr 607 Einbrüche gegeben, in 2014 waren es 458, in 2013 463. Sehr viel umtriebiger waren die Einbrecher im Kreis Stormarn: 2015 gab es 1281 Wohnungseinbrüche, 2014 waren es 873, 2013 noch 1018. „Der Kreis Stormarn ist stärker betroffen, weil hier viele wohlhabende Leute wohnen“, sagte Holst. In Ahrensburg gab es im vergangenenJahr 312 Einbrüche, in Reinbek 139. Dagegen in Schwarzenbek, ebenfalls Hamburger Rand, 38, in Geesthacht 80, in Ratzeburg 25.

Eine spezielle Ermittlungsgruppe mit neun Leuten sei im Aufbau, um Einbrechern noch gezielter begegnen zu können, so Lorenzen. Wichtig sei, seine Wohnung bestmöglich zu sichern und bei einem erfolgten Einbruch die Ruhe zu bewahren. „Den Tatort so belassen, nichts anfassen und die Polizei rufen“, rät Thomas Holst. Wichtig sei auch, sein Eigentum so zu schützen, dass es für Diebe schwer werde einzudringen. Schmuck und Bargeld sollten in einem Tresor aufbewahrt werden, „der nicht so einfach mitzunehmen ist“, oder es sollte ein Bankschließfach für Wertgegenstände gewählt werden. Vor allem: Fenster und Türen sichern. „Die Täter haben meist wenig Zeit. Wenn es ihnen schwer gemacht wird, die Schlösser zu knacken, lassen sie oft von ihrem Vorhaben ab“, so Lorenzen. 50 Prozent der Taten in beiden Kreisen seien erfolglose Einbruchsversuche gewesen.

Eine weitere Nachricht, die die Bürger beruhigen wird, konnten die beiden Ersten Polizeihauptkommissare ebenfalls weiter geben: Es könne nicht bestätigt werden, dass zunehmend Flüchtlinge an Einbrüchen beteiligt seien. Auch hierfür gibt es statistische Zahlen: In 2015 waren 21 Prozent der Beteiligten Nicht-Deutsche, in 2014 waren es 18 Prozent.

Tipps der Polizei, nicht nur zur Urlaubszeit

Verschließen Sie alle Fenster und Türen sorgfältig und nehmen Sie sich vor Abreise die Zeit, dies genau zu überprüfen – auch die Türen im Keller oder der Garage nicht vergessen.

 

Da nichts so sehr auf eine Abwesenheit hindeutet, wie ein überquellender Briefkasten, bitten Sie Nachbarn darum, diesen regelmäßig zu leeren. Bestellen Sie die Tageszeitung ab oder lassen Sie sich diese nachschicken.

Steuern Sie Lampen am besten durch Zeitschaltuhren und bitten Sie Ihre Nachbarn, Rollläden erst nach Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen.

Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit beispielsweise auf Ihrem Anrufbeantworter oder auf Facebook.

Wertsachen oder Dokumente sollten Sie in einem Tresor aufbewahren oder bei Ihrer Bank einschließen lassen.

Auch an den Flughäfen lauern Einbrecher und schauen auf den Kofferanhängern nach Adressen, wo sich aufgrund der Abwesenheit der Bewohner ein Einbruch lohnt. Verwenden Sie deshalb verschließbare Anhänger oder platzieren Sie Ihre Daten besser noch innerhalb des Gepäcks.

Informieren Sie Ihre Nachbarschaft über Ihre Abwesenheit.

Quelle: Polizeidirektion Ratzeburg

Silke Geercken

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