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Lauenburg Worlée erweitert sein Werk
Lokales Lauenburg Worlée erweitert sein Werk
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19:49 06.01.2018
Quelle: Marohn

„Lauenburg ist ein wichtiger Standort für uns“, sagte Firmenchef Reinhold von Eben-Worlée während eines der „Sofagespräche“ auf der Bühne in der Hasenberg-Sporthalle. Baubeginn für die etwa 1200 Quadratmeter große Halle soll im Sommer sein. Produziert werden sollen dort später neue innovative Produkte – unter anderem der nach Firmenangaben weltweit erste Nagellack auf Wasserbasis und biologisch abbaubare Peeling-Produkte ohne Plastikpartikel. Insgesamt entstehen 20 neue Arbeitsplätze. Ob sich der neuartige Nagellack auch am Markt durchsetzen wird, bleibe noch abzuwarten, räumte von Eben-Worlée ein. Bislang sei das Produkt, derzeit in einem kleinen Teil des Hamburger Werkes produziert, nur auf dem japanischen Markt eingeführt. Die anderen wollten da noch nicht so ran, so von Eben-Worlée.

Doch nicht nur der Chef des Industrieunternehmens hatte gute Nachrichten im Gepäck. Zum Auftakt des Neujahrsempfanges hatte Bürgermeister Andreas Thiede (CDU) berichtet, dass die Stadt ihr tiefes Tal durchschritten habe. Sowohl die Einnahmen aus der Einkommensteuer als auch aus der Gewerbesteuer befänden sich auf einem Rekordhoch. „In diesem Jahr wird es uns gelingen, die in den vergangenen Jahren angehäuften Defizite – immerhin rund neun Millionen Euro – komplett auszugleichen“, so Thiede. Die Konsolidierungsphase sei damit erfolgreich.
Als finanzschwache Kommune hatte Lauenburg in den vergangenen Jahren Konsolidierungshilfen und Fehlbetragszuweisungen erhalten. Im Gegenzug musste sich die Stadt zu umfangreichen Einsparungen und der Generierung zusätzlicher Einnahmen verpflichten. Das bekamen auch die Vereine zu spüren. So wurden nicht nur Zuschüsse gekürzt oder gestrichen, sondern auch Sportstättennutzungsgebühren eingeführt.

Mehr Platz soll künftig die Stadtverwaltung bekommen. Da im Bereich der Schlossensembles keine weiteren Büros vorhanden sind, wird die Stadt einen Teil des Sparkassengebäudes an der Alten Wache anmieten. Dort werden auch die Fraktionen erstmals eigene Besprechungsräume bekommen.

Erhebliche Probleme hat allerdings eine Traditionsveranstaltung: Die Schipperhöge. Zum Umzug der „Lustigen Person“, die nach einem jahrhundertealten Brauch bei Firmen und Privatleuten Süßigkeiten sammelt und dann an die Kinder verteilt, kommen seit der Jahrtausendwende immer weniger Kinder. Frank Fischer, seit einigen Jahren im Kostüm der „Lustigen Person“, forderte die Eltern beim Neujahrsempfang auf, ihre Kinder wieder auf die Straße zu schicken. „Lassen Sie diese Tradition nicht sterben“, sagte Fischer.

Während des Empfanges ehrte Bürgervorsteher Bernd Dittmer den ehemaligen CDU-Stadtvertreter und zweiten Stellvertreter des Bürgermeister Jochen Wallmann mit der Goldenen Ehrennadel und dem Ehrenteller der Stadt sowie Siedlergemeinschaftsvorsitzenden Wolfgang Vogt mit dem Teller.

Von Holger Marohn

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