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Lauenburg Worlée investiert 5,7 Millionen Euro in Verwaltungsgebäude
Lokales Lauenburg Worlée investiert 5,7 Millionen Euro in Verwaltungsgebäude
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14:13 11.02.2016
Firmeninhaber Reinhold von Eben-Worlée (2. v. r.) kündigte bei einem Treffen mit Landrat Christoph Mager, WFL-Chef Ulf Hahn und Bürgermeister Andreas Thiede gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Joachim Freude und Jan Eschke (von rechts) das Neubauvorhaben an. Quelle: Fotos: Timo Jann

 „Ein schönes Bekenntnis zum Standort Lauenburg", freute sich Bürgermeister Andreas Thiede, als Firmenchef Reinhold von Eben-Worlée bei einem Besuch am Mittwoch ihm, Landrat Christoph Mager und Ulf Hahn, dem Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL), die frohe Kunde der Neubaupläne überbrachte.

„Es ist schön, dass es diese Entwicklung hier bei uns im Kreis gibt“, sagte Hahn. Und Mager sagte von Eben-Worlée bei Bedarf weitere Unterstützung der Kreisverwaltung zu.

1976 war Worlée mit einer kleinen Produktion nach Lauenburg gekommen, zuletzt wurde 1992 groß erweitert. Waren es anfangs 45 Mitarbeiter, sind es aktuell mehr als 200. Und 40 weitere Arbeitsplätze sollen in den kommenden Jahren folgen. „Dafür schaffen wir jetzt den angemessenen Platz“, sagte von Eben-Worlée. „Wir wachsen jedes Jahr“, bestätigte er. Vorgesehen ist unter anderem auch ein repräsentativer Tagungs- und Schulungsraum für die Anwendungstechnik.

Der Standort für den Neubau wird neben dem ehemaligen Raiffeisen-Silo sein. Dort ist bereits eine Lagerhalle so umgerüstet worden, dass sie als frostsicheres Lager für wasserlösliche Produkte dienen kann. In den modernen Neubau wird das Chemiewerk 4,2 Millionen Euro investieren, mit 1,5 Millionen Euro ist die Modernisierung eines Altbaus kalkuliert. Abwärme aus der benachbarten Biogasanlage soll für die Heizung im Neubau genutzt werden. Von Eben-Worlée lobte ausdrücklich die schnelle Bearbeitung des Bauantrags durch die Kreisverwaltung. In Hamburg habe man darauf deutlich länger warten müssen. Thiede regte an, dass er ja in Lauenburg größer bauen und Abteilungen aus Hamburg in die Stadt holen könnte. Immerhin: Eine Erweiterungsfläche ist vorgesehen.

Unklar ist unterdessen noch, was mit dem Silo passiert. Es kann nur eingeschränkt genutzt werden.

Produktion von Kunstharz, Nahrungsmitteln, Kosmetik

In 70 Länder exportiert das Chemiewerk Worlée seine Produkte. „Das reicht von Kanada bis Japan“, sagt Geschäftsführer Joachim Freude. Hergestellt werden vor allem Kunstharze für die weitere Herstellung von Lacken und Farben, außerdem Zusatzstoffe, die gewünschte Effekte auslösen. Während vor allem in Skandinavien und den Niederlanden wasserlösliche Basisstoffe angeboten werden, wartet Worlée damit in Deutschland noch auf den Durchbruch, der aber wohl erst per Gesetz ausgelöst werden müsste.

Zum Worlée-Konzern gehören neben dem Chemiewerk auch noch die Sparten für Nahrungsmittel und Kosmetik. 2015 machten die 500 Mitarbeiter 52 Millionen Euro Umsatz.

Timo Jann

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