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Lauenburg Zahl der Klinikpatienten im Kreisgebiet besonders hoch
Lokales Lauenburg Zahl der Klinikpatienten im Kreisgebiet besonders hoch
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21:16 20.09.2013

Unerfreuliche Werte für das Kreisgebiet haben zwei Erhebungen von Krankenkassen ergeben. Die Barmer GEK ermittelte für ihre lauenburgischen Versicherten die höchste Behandlungsrate in Krankenhäusern, und die DAK-Gesundheit bilanzierte einen rasanten Anstieg von gefährlichen Magen-Darm-Erkrankungen, den so genannten Rotavirus-Infektionen, die vor allem kleine Kinder befallen.

Nach den Zahlen der Barmer haben sich 2012 im Kreisgebiet 14,4 Prozent ihrer Versicherten mindestens einmal stationär in einer Klinik behandeln lassen. Im landesweiten Vergleich lagen die Steinburger mit einer Behandlungsrate von 14,3 Prozent auf Rang zwei. Diese Werte weisen keine dramatische Abweichung von Vergleichszahlen auf: Für den Bundesdurchschnitt wurden 13,8 Prozent ermittelt. Grundlage für das Ergebnis von Schleswig-Holstein waren die Daten von 370 000 Personen, die bei der Barmer versichert sind.

In den beiden lauenburgischen Krankenhäusern waren die von der Krankenkasse ermittelten Zahlen gestern noch nicht bekannt. Geschäftsführer Jens Becker von der DRK-Klinik Mölln-Ratzeburg vermutete, dass die relativ hohe Behandlungsrate für das Kreisgebiet möglicherweise im Zusammenhang mit einem höheren Anteil älterer Menschen in ländlichen Gebieten stehen könnte. Sein Kollege Carsten Schwaab vom Johanniter-Krankenhaus Geesthacht wies darauf hin, dass die betroffenen Patienten nicht unbedingt im Lauenburgischen, sondern auch in Kliniken der benachbarten Bundesländer behandelt worden seien.

Was die Rotavirus-Infektionen betrifft, berichtete die DAK-Gesundheit für das Kreisgebiet in diesem Jahr von 85 erkrankten Personen bis Ende August. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres seien es nur 57 Betroffene mit Brechdurchfall gewesen. Das entspricht einem Anstieg von rund 49 Prozent. In den lauenburgischen Kliniken fallen diese Erkrankungen eher nicht auf, weil sie in erster Linie von den Hausärzten behandelt werden.

Angesichts der absolut eher geringen Anzahl warnte Geschäftsführer Becker außerdem vor vorschnellen Schlüssen: „Das ist keine Epidemie“, stellte er fest. Becker verwies im Übrigen mit Blick auf Margen-Darm-Erkrankungen bei Erwachsenen auf die seit Jahren im DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg laufende Kampagne zur Desinfektion von Händen. Die DAK-Gesundheit rät Eltern von kleinen Kindern, die Mädchen und Jungen gegen Rotavirus-Infektionen impfen zu lassen.

Keine voreiligen Schlüsse: das ist keine Epidemie.“Jens Becker, Geschäftsführer DRK-Klinik Mölln-Ratzeburg

mst

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