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Lauenburg Zahl neuer Ausbildungsstellen im Kreisgebiet auf Fünfjahreshoch
Lokales Lauenburg Zahl neuer Ausbildungsstellen im Kreisgebiet auf Fünfjahreshoch
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20:28 26.05.2016

Die Chancen, im Lauenburgischen einen Ausbildungsplatz zu finden, waren lange nicht so gut. Die Firmen haben in in diesem Jahr im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe etwa acht Prozent mehr Ausbildungsstellen gemeldet, als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Damit bleiben die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg ein Bewerbermarkt. Im Lauenburgischen stieg die Zahl der Bewerber um 4,6 Prozent und die Anzahl der Stellen um 7,3 Prozent an. Das regionale Ausbildungsbündnis hat im Möllner Polleyn-Zentrum eine positive Bilanz gezogen.

Der positive Trend ist ungebrochen.“Dr. Heike Grothe-Seifert

„Der positive Trend ist ungebrochen“, erklärte Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit. Aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg wurden bislang 750 Ausbildungsstellen (+ 51 oder 7,3

Prozent zum Vorjahr) gemeldet. Aktuell seien seit Herbst vergangenen Jahres 2023 Ausbildungsstellen im Bezirk gemeldet worden – der Höchstwert der letzten fünf Jahre zum jetzigen Zeitpunkt.

Bemühungen, mehr junge Leute in eine duale Ausbildung zu vermitteln, zeigten Erfolg.

Doch es gibt auch Schattenseiten. Ein großer Teil von Jugendlichen wandert ab. Und es gäbe in der Tat überall mehr Stellen als Bewerber im Lauenburgischen. „Wer hier im Nordkreis wohnt, geht oft ins nahe Lübeck“, so die Agenturchefin. Dr. Ulrich Hoffmeister von der IHK zu Lübeck berichtet außerdem, dass 25 bis 30 Prozent der Ausbildungen abgebrochen werden: „Wir sind darüber natürlich nicht glücklich.“ Unverändert klagen die Unternehmen selbst über rückläufige Bewerberzahlen. Ein Grund dafür: ein Teil der gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber entscheidet sich letztlich gegen eine Ausbildung und besucht eine weiterführende Schule. Firmen, die auf ihre Ausbildungsangebote wenige Bewerbungen erhalten, rät Grote-Seifert, das Bewerberpotential noch stärker auszuschöpfen. „

Es lohnt sich, auch Bewerber in die Auswahl einzubeziehen, die auf den ersten Blick nicht den ldealvorstellungen entsprechen.“ Die Agentur für Arbeit unterstützt dabei mit der assistierten Ausbildung. Dabei werden in Stormarn und im Lauenburgischen je 24 junge Azubis regelmäßig von Sozialpädagogen betreut. Weil dieses Konzept Erfolge zeigt, wurden die Ressourcen dieser Maßnahme gerade verdoppelt. „Wer durch die assistierte Ausbildung kommt, ist sehr betriebs- und berufstreu“, berichtete Dennis Hauke von der Kreishandwerkerschaft Stormarn.

Herausforderung wie auch Chance sei in diesem Jahr der doppelte Abiturjahrgang in Schleswig-Holstein (G 8/ G 9), der mehr Bewerber auf den Markt strömen lasse. Bei den Abiturienten liegt die Zahl der Bewerber mit aktuell 382 gut 70 Prozent über der des Vorjahres. Neben Vertretern der Arbeitsagentur und der IHK waren Schulrätin Katrin Thomas sowie Vertreter der Berufsschulen und der Handwerkerschaft bei der Konferenz dabei.

Unterstützung schwacher Azubis

Die assistierte Ausbildung soll förderungsbedürftige junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe unterstützen. Dabei wird ab diesem Jahr im Lauenburgischen und im Stormarn zusammen 44 Jugendlichen durch Sozialpädagogen geholfen. Bildungsdefizite sollen beseitigt werden. Eine Vermittlung zwischen Betrieb und Azubi erfolgt. Dafür sucht die Agentur für Arbeit weiterhin Betriebe und Auszubildende, die sich beteiligen wollen.

Florian Grombein

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