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Lauenburg Zehn Tage Tillhausen: Kinder ziehen in eigene Stadt
Lokales Lauenburg Zehn Tage Tillhausen: Kinder ziehen in eigene Stadt
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06:50 26.07.2017
Eröffnung des Stadtspiels Tillhausen: Ellen Fokuhl (l.) aus Ratzeburg arbeitet in der Poststelle als Betreuerin des Kreisjugendringes. Trotz Regens ist die Laune gut. Quelle: Grombein

Strömender Regen gestern bei Ankunft der 300 Bewohner der Möllner Kinderstadt Tillhausen. Betreuer und Schützlinge haben dennoch mit guter Laune die Zelte bezogen. Für viele ist das Stadtspiel am Luisenbad der Höhepunkt des Jahres. Der Schirmherr der Freizeit, Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), hat das Spektakel zusammen mit Jens Pechel vom Kreisjugendring und Bürgemeister Jan Wiegels zum zehnten Mal eröffnet. Für viele der acht- bis 14-Jährigen war es ein Wiedersehen: Sie sind begeisterte Wiederholungstäter.

Klicken Sie hier, um zahlreiche weitere Eindrücke vom Möllner Stadtspiel für Kinder zu sehen!

Stegner in Mölln

Kurz vor Eröffnung besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer gemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden Dr. Ralf Stegner (Foto) das Museum zum Stadtspiel im Stadthauptmannshof in Mölln. Sie zeigten sich beeindruckt von den demokratiefördernden Ansätzen des Stadtspiels.

„Das wir zum zehnten Mal Tillhausen eröffnen können, haben wir den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren zu verdanken“, erklärte Pechel unter Beifall. In diesem Moment hörte der Dauerregen endlich auf, so dass sich alle Bewohner, Helfer und Betreuer aus den Zelten wagten und den Eröffnungsreden lauschten.

Im Küchenzelt klapperten derweil schon die Töpfe und Pfannen. Das Schwarzenbeker DRK-Team um Stephan Fehrmann wird wie immer drei Mahlzeiten pro Tag zubereiten. In ihrem Zelt hatten es sich etwa Betreuerin Anastasija Loboda (22) mit neun Mädchen im Alter von zehn Jahren gemütlich eingerichtet. „Ich bin zum dritten Mal dabei. Für die Zeit habe ich Sonderurlaub bekommen“, sagte die Betreuerin, die sonst als Speditionskauffrau in Hamburg arbeitet. Ihre Schützlinge durften später beim Arbeitsamt einen Beruf auswählen. Besonders beliebt sind Jobs beim Fernsehen und Radio. Auch die Jobs als Bänker, Stadtführer oder Politiker kommen gut an. Bald soll auch das Stadtparlament gewählt werden. Die Kinder sollen lernen, was Demokratie bedeutet, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Es gibt sogar eine Währung: den „Till-Taler“.

Neu ist die Bäckerei, in der Bäckermeister Niels Hondt aus Büchen zusammen mit den Kindern backt. Ebenfalls neu ist ein bunter Lageplan der Kinderstadt. Die Ausweise der Kinder haben jetzt Fotos. Ein kleiner Trost gegen den Dauerregen, der am Abend erneut einsetzte, ist ein neuer Sandweg, der es den Kindern ermöglicht, trockenen Fußes in die Zelte zu gelangen.

TILLNACHRICHTEN

Alles wartet auf die Kinder

Die Helfer haben keine Mühen gescheut. Es sieht klasse aus und alles wartet auf die Kinder, die die Stadt zum Leben erwecken. Und da kommen sie schon. Nicht abgeschreckt vom Regen und mit Riesengepäck ziehen sie in ihre Zelte ein – erstmalig mit Straßennamen. Premiere haben zudem Briefkästen, so dass Post aus der Heimat direkt bis an die Eingangstür geliefert werden kann. Vielleicht wird das Aufstehlied „Guten Morgen Sonnenschein“ nach der ersten Nacht die letzten Regenwolken vertreiben. Ich freue mich riesig auf zehn tolle, spannende, lustige und ereignisreiche Tage in Tillhausen. Hier in den Lübecker Nachrichten wird täglich aus der Kinderstadt berichtet. Jeden Tag informiert ein Kind der Zeitungsredaktion über das tägliche Geschehen.

Wer gerne mehr lesen möchte, kann die „Tillhausener Tagesthemen“ auf www.tillhausen.de abrufen.

 Florian Grombein

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