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Lauenburg Zielbewusst in die Selbstständigkeit
Lokales Lauenburg Zielbewusst in die Selbstständigkeit
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00:00 24.10.2012
Herzogtum Lauenburg

Für Computerfreaks mag es normal sein, sich im Teenager-Alter über eine selbstbestimmte Karriere Gedanken zu machen. Doch wer im Handel, Handwerk oder Dienstleistungsgewerbe sein berufliches Glück sucht, „backt“ in der Regel erst mal „kleine Brötchen“. Nicht aber Sarah Hohensee. Die 20-Jährige aus Mustin wusste schon früh, wie sie ihre „Brötchen“ verdienen wollte: mit einem eigenen Café – dem „Waldcafé, das im Frühjahr 2013 an der Mustiner Waldstraße eröffnen soll.

Die Initialzündung kam bereits in ihrer Schulzeit an der Ernst-Barlach-Realschule in Ratzeburg, „als ich in den Ferien und an Wochenenden bei Silke Burmeister im Dielen-Café in Kittlitz gejobbt habe“, erzählt sie. Vor drei Jahren absolvierte sie die mittlere Reife, danach trat sie eine Ausbildungsstelle als „Wirtschafterin in der ländlichen Hauswirtschaft“ an: das erste Jahr in der Landfrauenschule Hanerau-Hademarschen, das zweite bei Silke Burmeister und das letzte – nach dem Brand, dem das Dielen-Café zum Opfer fiel – bei Birgit Saggau in Ellerau bei Quickborn.

„Ich hatte mir schon bewusst Hofrestaurants oder -cafés als Ausbildungsstationen ausgesucht, weil ich später nicht unbedingt als Haushälterin arbeiten wollte“, erklärt Sarah Hohensee, die just im Juli ihre Ausbildung abschloss. Übrigens rechtzeitig. Denn nur einen Monat später kam ihr Söhnchen Thies zur Welt. Nicht geplant, aber hocherfreut von ihr, ihrem Lebensgefährten und erst recht von den Großeltern begrüßt.

Große Unterstützung bei der Verfolgung ihrer beruflichen Ziele findet Sarah bei ihren Eltern, die bereits vor etlichen Jahren das Nachbargrundstück in der Mustiner Waldstraße 66 erwarben. Hier wurde nun das alte Häuschen durch einen schmucken Fachwerkbau mit Anbau ersetzt, aktuell sind die Arbeiten für den künftigen Gastraum, der etwa 40 Innenplätze bereit stellen wird, im Gange. Auch die Außenarbeiten für geplante sechs Auto-Stellplätze sind noch nicht abgeschlossen. Das Mobiliar für den Gastraum sowie die Einrichtung der Küche sind dagegen nahezu komplett. Die Betriebsfläche liegt bei rund 100 Quadratmetern. Bei schönem Wetter sollen die Gäste auch rückseitig den eingewachsenen Obstgarten zum Verweilen und Genießen nutzen. „Gegenüber dem Grundstück ist eine Koppel, wo im Sommer Ponys und Pferde stehen. Möglicherweise können Kinder der Gäste da später reiten“, macht sich Vater Rudolf Hohensee bereits weitere Gedanken. Die Existenzgründungsidee von Sarah Hohensee ist jedenfalls „sehr ausgereift und hat Hand und Fuß“, bestätigt Michaela Bierschwall von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herzogtum Lauenburg (WFL), die als Projektleiterin zuständig ist für die Betreuung von Existenzgründern im Kreis. Ein großer Vorteil sei, dass Sarah nicht unbedingt auf einen hohen Investitionskredit seitens der Banken angewiesen sei. „Es ist dennoch wichtig, dass sie sich ausführlich mit ihrem Projekt auseinandersetzt, einen Businessplan aufgestellt hat und ihr Projekt in Ruhe angeht.“ All diese Voraussetzungen seien hier gegeben, so dass Michaela Bierschwall der Existenzgründerin Hoffnungen auf einen erfolgreichen Start machen kann.

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