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Zu wenig Geld vom Land für den Kitaausbau im Kreis

Büchen Zu wenig Geld vom Land für den Kitaausbau im Kreis

Bedarf an Plätzen steigt stetig – derzeit 7,5 Millionen Euro Landesmittel benötigt – Kiel stellt knapp 1,5 Millionen Euro bereit.

Mölln. Der Bedarf an Kitaplätzen im Kreis wird immer größer. Zweistellige Millionenbeträge nehmen die Gemeinden im Kreis in den kommenden Jahren in die Hand um dem nicht nur gesetzlich zugesicherten Anspruch auf einen Kitaplatz, sondern auch dem zeitlich immer umfangreicheren Betreuungsbedarf gerecht zu werden.

Eigentlich unterstützt das Land die Neuschaffung von Kindertagesstätten mit bis zu 19000 Euro je Platz. Doch für diese Förderquote reichen die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel nicht annähernd aus. Knapp 7,5 Millionen Euro würden nach der neuesten Liste des Kreises den Kommunen nach den landeseigenen Förderrichtlinien zustehen – bereit stehen zusammen mit den jüngst nachgeschobenen Landesmitteln allerdings gerade einmal knapp 1,5 Millionen Euro. Und die Förderlücke scheint immer größer zu werden. Stand im vergangen Jahr knapp 700000 Euro vom Land ein Anspruch vom 3,7 Millionen Euro gegenüber, klaffen zwischen Anspruch und Förderwirklichkeit nun rund sechs Millionen Euro.

War einst beim Beschluss des Rechtsanspruches für einen Kitaplatzes noch davon ausgegangen worden, dass tatsächlich etwa jedes dritte infrage kommende Kind auch tatsächlich einen Platz beanspruchen wird, liegen in einigen Bereichen des Kreises wie dem Amt Büchen (39,3 Prozent) oder Mustin (37,2 Prozent) die tatsächlich erforderlichen Versorgungsquoten inzwischen deutlich höher.

Und das bedeutet auch einen deutlich höheren Zuschussbedarf. Der SPD-Kitaexperte Fabian Habrecht aus Kröppelshagen räumt ein, dass es da eine gewisse Lücke gibt. Eine Mehrheit im Kreis, diese aus Kreismitteln zu schließen oder zu verkleinern indem über die bislang im Jahr zur Verfügung stehenden 500000 Euro mehr Mittel bereitgestellt werden, gebe es nicht. Da bleibe eigentlich nur, den Ausbau zu drosseln, so Harbrecht.

Und auch nun drängen erneut viele Kommunen mit neuen Projekten auf die Prioritätenliste. In Breitenfelde sollen 40 Elementarplätze und zehn Krippenplätze entstehen, in Schwarzenbek 30 Krippenplätze, 20 Elementarplätze und 15 Hortplätze sowie zwei Halbtagesgruppen in eine Ganztagsgruppe umgewandelt werden. Mölln möchte zusätzlich zu der Erweiterung des Kinderreiches 15 zusätzliche Hortplätze schaffen, Geesthacht sogar 40 Krippen- und 60 Elementarplätze – und Kuddewörde möchte die alte Sporthalle für eine Kita-Elementargruppe umbauen. In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere andere Gemeinden Ausbaupläne angemeldet, darunter Büchen, Groß Grönau oder Ziethen.

In der Teilfachplanungsgruppe des Jugendhilfeausschusses war zuletzt eine rege Diskussion entbrannt, ob nachträglich angemeldete Projekte bereits fest geplante Maßnahmen auf der Prioritätenliste verdrängen dürfen. Letztlich stimmte die Planungsgruppe einstimmig dafür, die Liste erneut zu öffnen.

Profitieren würden davon vor allem Ratzeburg mit der Erweiterung des Montessori-Kindergartens, die von Platz vier auf einen aussichtsreichen Platz drei rutscht – und das Amt Büchen. Für die ohnehin erst nachträglich aufgenommene und nun noch einmal nach oben korrigierte Erweiterung der Büchener Wiesenkita würde sich der Bedarf an Landesmitteln von 225000 aus 525000 Euro mehr als verdoppeln. Gleichzeitig würde das Projekt in der Rangfolge auch nach oben klettern. Mölln hingegen würde weiter abrutschen. Bis Geld gemäß der Förderrichtlinie aus Kiel für diese Projekte fließt, müsste das Land allerdings ohnehin noch einige Millionen Euro locker machen.

Prioritätenliste

Die Landesmittel für die Kitainvestitionen werden im Kreis nach einem Punktsystem vergeben. Je höher ein Projekt rückt, desto früher kann es auf Geld aus Kiel hoffen. Derzeit gilt: Wenn neue Projekte mit vielen Punkten hinzukommen, verdrängen sie ältere Projekte, die unter Umständen schon umgesetzt sind.

Punkte gibt es, wenn die Versorgung von Krippenplätzen noch nicht ausreichend ist. Noch nicht genügend Ganztagsplätze im Planungsraum vorhanden sind. Auch ein überörtlicher Bedarf abgedeckt wird. Kaum oder kein Potential für Tagespflege vorhanden ist. Das Verhältnis von 1:3 zwischen Krippen und Regelplätzen eingehalten wird und ob die Plätze bis Ende 2016 oder Mitte 2017 zur Verfügung stehen können.

Holger Marohn

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