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Lauenburg Zügig und sicher mit dem Rad durch Mölln
Lokales Lauenburg Zügig und sicher mit dem Rad durch Mölln
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14:03 03.08.2016
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Mölln

„Umgeben von Wasser, Wald und idyllischer Natur, ist die Stadt seit 1970 anerkannter Kneippkurort. Eingebettet in einer Kette kleiner und größerer Seen kommen Wasserratten, Freizeitkapitäne und Naturliebhaber auf ihre Kosten.“ So steht es auf der Seite www.moelln-tourismus.de. Künftig soll Mölln auch für Radfahrer ein Paradies sein: wenn das Projekt „Veloroute“ umgesetzt ist.

 

Manfred Kuhmann zeigt Kathrin Payne-Schultz, welcher Teil der Veloroute jetzt ausgeschrieben und zügig ausgebaut werden soll.

„Die Idee geht auf den so genannten Umweltverbund zurück“, erklärt Manfred Kuhmann, „Stichwort war das klimafreundliche Verkehrskonzept, gefördert werden sollten Alternativen zu Kraftfahrzeugen.“

Klar, dass da der Drahtesel ins Spiel kommt. Wer bei dem Wort Veloroute an die Schweiz denkt, landet einen Volltreffer, denn, siehe Wikipedia: „Als Veloroute werden zumeist innerstädtische Radrouten bezeichnet. (. . .) Wie der Wortbestandteil ‚Velo‘ für Fahrrad andeutet, wurden die ersten Velorouten in Schweizer Städten eingerichtet.“

Wer in Mölln aufs Fahrrad angewiesen ist, weiß, wie dringend der Ausbau des Radwegenetzes ist. Ob zur Arbeit, zur Schule oder zur Freizeitgestaltung: Die Wege sollen in der Eulenspiegelstadt schnell und sicher werden. Michael Jäkel, Ortsvorsitzender des ADFC: „Das Projekt an sich ist toll. Schließlich hat Mölln beim letzten Fahrradklimatest des ADFC in Punkto Sicherheit sehr schlecht abgeschnitten. Was kein Wunder ist, denn im Moment kommen Kinder und Jugendliche mit dem Rad schlecht bis gar nicht von einem Ende der Stadt zum anderen.“

Das soll nun anders werden – der Förderung durch Bund und AktivRegion sei Dank. Für den ersten Abschnitt rechnet der Möllner Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, Manfred Kuhmann, mit 137000 Euro Kosten, davon tragen der AktivVerein 45000 und der Bund 46000 Euro.

Die Veloroute orientiert sich an der alten Hein-Hollenbek-Bahntrasse und soll nach Fertigstellung Waldstadt im Süden und Waldsportplatz im Norden der Stadt verbinden. Komfortabel und sicher von da nach dort geht es dann übrigens nicht ausschließlich für Radler: Auch Fußgänger und Rollstuhlfahrer werden die Strecke nutzen.

Noch im August wird das Projekt ausgeschrieben. Kuhmann hofft, dass die Bauarbeiten im September beginnen. Wo immer es geht, sollen die Radler Vorfahrt erhalten – das allerdings wird am Wasserkrüger Weg nicht machbar sein. Aber auch dort werden die Bordsteine abgesenkt, und es ist ein so genannter Fahrbahnteiler geplant, eine Insel, auf der Radler und Fußgänger kreuzende Autos sicher abwarten können. Kuhmann ist optimistisch: „Dieser Teil der Veloroute wird mit Glück noch in diesem Jahr fertig“ – und Mölln ein ganzes Stück fahrradfreundlicher.

 teo

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