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20:10 22.12.2017

Amir Al Shaar (30, Name geändert), Syrer, wurde in einem Dorf im Bezirk Daraa geboren und studierte in Damaskus Mathematik und Pädagogik.

Seit Beginn des Bürgerkriegs wurde aber auch für einen Lehrer in guter Position wie ihn das Alltagsleben so gefährlich, dass der damals 27-Jährige sich zur Flucht entschied. Der Sunnit ging zunächst nach Algerien, dann weiter nach Tunesien und Libyen. Schließlich sah der junge Mann nur noch in Europa eine Perspektive und setzte auf einem Schlepperboot für 2000 Euro nach Italien über.

Wegen der schlechten Bleibe- und Existenzperspektive dort ging Al Shaar aber weiter nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde unter Berufung auf das Dublin-Abkommen, wonach ein Flüchtling im ersten Ankunftsland Asyl beantragen muss, abgelehnt. Dem folgte der Abschiebungsbescheid, der aber nicht vollstreckt wurde. Der Syrer nutzte das Kirchenasyl, aus dem heraus er erneut einen Asylantrag stellte, der – unter nun neuen Voraussetzungen – nach 18 Monaten positiv beschieden wurde. Binnen zwei Jahren lernte Al Shaar Deutsch und arbeitet derzeit im Jobcenter in einer Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.

LN

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