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Lauenburg Zweiter Anlauf: Brunstorf verabschiedet Resolution
Lokales Lauenburg Zweiter Anlauf: Brunstorf verabschiedet Resolution
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20:21 25.02.2016
Nein zum Windpark: Gabriele Neemann, Bürgermeister Frank Lütten. Amt-Mitarbeiter Maik Helterhoff (r.) legte den Entwurf vor. Quelle: ge
Dass die Brunstorfer Bürger das Thema Windkraft emotional berührt, wurde schon in der Einwohnerfragestunde deutlich. „Ich erwarte Ehrlichkeit von unseren Gemeindevertretern und Zurückhaltung bei eventueller Betroffenheit“, sagte eine Bürgerin — und bekam viel Applaus.

Aldag will „starkes Signal“

Ein Bürgerbegehren zum Thema Windpark in Brunstorf wäre der nächste Schritt, nachdem die Gemeindevertretung die Durchführung eines Bürgerentscheids abgelehnt hat. Dazu müssen zehn Prozent der 650 Einwohner dafür stimmen. Gemeindevertreter Olav Aldag fordert das. Er möchte ein „starkes Signal“ nach Kiel schicken.

Erneut stand in der vergangenen Gemeindevertretersitzung die Resolution zum geplanten Windpark mit vier 200 Meter hohen Windkraftanlagen an der Grenze zwischen Brunstorf und Dassendorf auf der Tagesordnung. Nachdem es in der Januar-Sitzung keine Einigung gegeben hatte, stand jetzt ein Entwurf zur Abstimmung, der an die Dassendorfer Resolution angelehnt war. Ergebnis: Brunstorf spricht sich f ü r die Energiewende aus, verweist jedoch auf die EU-Vogelschutzrichtlinie und Flora-Fauna und fordert die Einhaltung des Mindestabstands der zehnfachen Anlagenhöhe zu Siedlungen, mindestens jedoch 1200 Meter. Weiterhin spricht sich die Gemeindevertretung gegen eine Ausweisung von Windenergieeignungsflächen im Gemeindegebiet Brunstorf aus. Gründe: besondere Bedeutung des Planungsareals für die Naherholung, das Areal liegt in der Vogelzugroute Ostsee/Lübecker Bucht zur Elbe/Nordsee, Störung geschützter Tierbestände wie Schwarzstorch, Roter Milan, Seeadler, Fledermäuse. Bürgermeister Frank Lütten wurde beauftragt, den Sachverhalt dem zuständigen Ministerium darzustellen und eine Überprüfung der Brunstorfer Vorrangflächen zu fordern. Abgelehnt wurde ein Antrag der ABBW, einen Bürgerentscheid zu diesem Thema durchzuführen. Gemeindevertreterin Gabriela Neesemann hatte zuvor ihre Bedenken geäußert, dass Kosten und Aufwand zu hoch seien und der Bürger darüber gar nicht entscheiden könne. Außerdem gebe es bereits 258 Unterschriften von Bürgern gegen den Windpark. Ihren Ausführungen stimmten die übrigen Gemeindevertreter bis auf Antragsteller Olav Aldag zu.

Silke Geercken

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