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Lauenburg „livvic“ soll helfen, Menschen in Not schneller zu retten
Lokales Lauenburg „livvic“ soll helfen, Menschen in Not schneller zu retten
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11:29 23.03.2016
Stefan Burmester hat die livvic GmbH gegründet. Von Geesthacht aus will der 30-Jährige die Hilfe für Menschen in Not revolutionieren. Quelle: tja

„Wir vernetzen uns heute zu vielerlei Dingen. Wir spielen, tauschen uns aus, teilen unser Wissen, unsere Autos oder Wohnungen. Warum nutzen wir dieses Potenzial nicht, um uns gegenseitig zu helfen, wenn es wirklich drauf ankommt?“, fragte sich Stefan Burmester.

Stadtwerke unterstützen

Sein Startup-Unternehmen entwickelt Stefan Burmester in Räumen der Stadtwerke Geesthacht an der Mercatorstraße 67. „Ich bin von den Möglichkeiten, die livvic bietet, begeistert, deshalb unterstützen wir die Idee“, sagt Markus Prang, der Geschäftsführer des Energieversorgers, der neuen Dingen immer aufgeschlossen ist.

Der 30-Jährige hatte vor zwei Jahren die Idee von „livvic“ — mit dem System will er ab 29. April Menschen in ganz Deutschland vernetzen, um ihnen bei Notfällen schnelle Hilfe zu bieten: „livvic verbindet Menschen, um den Notruf einfacher und schneller zu machen, um so mehr Menschenleben zu retten.“

„Club der Schwarmsicherheit“ nennt Burmester das, was er sich vorstellt: Möglichst viele Menschen sollen sich bei livvic registrieren. Sendet ein Nutzer ein Notsignal, läuft dieses in der livvic-Notrufzentrale auf. Von dort wird nicht nur der professionelle Rettungsdienst alarmiert, sondern auch ein Signal an Helfer in der Nähe gesendet. Die können dann starten, um die Phase der medizinischen Versorgung möglichst kurz zu halten.

„Pro Jahr sterben in Deutschland 100000 Menschen an plötzlichem Herztod. Die Hälfte davon könnte gerettet werden, wenn ihnen schnell geholfen wird“, sagt Burmester. Das ist das Ziel von livvic.

Aber auch bei einem Angriff kann der Notruf per livvic helfen. Das System basiert auf einer Smartphone-Applikation (App), die es schon für Smartuhren gibt. Allerdings: Burmester hat auch eine günstige Uhr und ein günstiges Armband entwickelt — mit Notrufknopf und ohne direkte Verbindung zu einem Smartphone.

Mit einer Crowdfunding-Aktion, bei der im Internet Geld für die Sache gesammelt wird, hofft er bis zum 29. April auf erste registrierte Nutzer und Käufer der Armbänder und Uhren.

Das Geld wird als Anschubfinanzierung benötigt. tja

Von tja

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