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Lauenburg o2-Internet in Mölln fällt aus – Banken und Geschäfte betroffen
Lokales Lauenburg o2-Internet in Mölln fällt aus – Banken und Geschäfte betroffen
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22:10 26.07.2018
Einige Geschäfte, darunter Banken und Sparkassen haben geschlossen oder fahren einen stark reduzierten Notbetrieb.  Quelle: Holger Marohn
Mölln

Als Grund für den Ausfall nannte Kreissparkassen-Sprecherin Anne Wohlfahrt eine „beschädigte Glasfaser“. Dadurch sei eine Verbindung zu Servern der Finanzinformatik nicht möglich gewesen.

Ein DSL-Ausfall bei o2 Telefonica hat gestern in weiten Teilen Möllns das Internet lahmgelegt. Auch bei vielen Banken und Sparkassen ging einschließlich der Automaten nichts mehr. Als reinen Zufall bezeichnete eine o2-Sprecherin einen parallelen Teilausfall des Mobilfunknetzes.

Festgestellt habe man die Störung um 7.34 Uhr. „Vor diesem Hintergrund blieben die ServiceFilialen Mölln Bauhof, Mölln Berliner Straße sowie Breitenfelde geschlossen“, so Wohlfahrt. Wie auch am Möllner Bauhof, versuchten die Mitarbeiter die Kunden im Eingangsbereich zu informieren und zumindest die Dienstleistungen anzubieten, die auch analog möglich waren, wie das Entgegennehmen von Bargeld gegen Quittung. Als erste Filiale ging der Möllner Bauhof gegen 15.30 Uhr wieder in Betrieb.

Jürgen Landau vom gleichnamigen Geschäft in der Möllner Hauptstraße nahm des Ausfall relativ gelassen. „Kunden haben wir bei diesem warmen Wetter gerade nur wenige. Nur leider hatten wir keinen Internetzugang, um unsere Bestellungen aufzugeben“, so Landau.

Konstantin von Notz, Grünen-Fraktionsvize, warnt vor mangelnden Sicherheitsstandards im Netz. „An solchen Tagen merkt man, wie technikabhängig unsere Gesellschaft geworden ist. Fallen der Strom oder das Internet aus, funktioniert praktisch nichts mehr, selbst in einer kleineren Stadt wie Mölln“, sagt von Notz. „Wir müssen viel mehr darauf achten, eine Widerstandsfähigkeit aufzubauen, das heißt die Sicherheit unserer Infrastrukturen, auch der digitalen, zu stärken.“ Gerade auch die Politik müsse dafür Sorge tragen, dass zunehmende Technisierung nicht zu einer stärkeren Verwundbarkeit unserer Gesellschaft führe. Bessere Sicherheitsstandards, Qualitätssiegel auf IT-Produkte und durch Backups gesicherte Strukturen seien erste wichtige Schritte, die kommen müssten.

hm

 

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