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Lauenburg „wellcome“ — jede Woche Muttertag
Lokales Lauenburg „wellcome“ — jede Woche Muttertag
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13:12 07.05.2016

Für immer mehr Mütter mit Babys ist Muttertag nicht nur einmal im Jahr, sondern immer dann, wenn sie in der ersten turbulenten Zeit nach der Geburt Unterstützung erhalten.

Mehr als 20 „wellcome“-Ehrenamtliche aus Schwarzenbek und Umbegung sind dafür im Einsatz, denn die ersten Monate nach der Geburt können für junge Familien trotz aller Freude über den ersehnten Nachwuchs ganz schön stressig und chaotisch werden. Das Baby schreit, das Geschwisterkind fühlt sich vernachlässigt und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr. Immer mehr Familien haben in der ersten turbulenten Zeit nach der Geburt keine Unterstützung durch Großeltern. Diese leben oft hunderte von Kilometern entfernt. Da ist eine „wellcome“-Ehrenamtliche oft der rettende Engel. Sie kann dem Stress die Spitze nehmen.

Davon hat auch Familie F. profitiert. Nach der Geburt ihres kleinen Sohnes war Frau F. innerhalb kürzester Zeit total erschöpft. Die eigenen Eltern waren weit entfernt, der Ehemann beruflich viel unterwegs. „Ich konnte mich nicht mehr über meinen so sehr herbeigesehnten kleinen Sohn freuen. Als die ,wellcome‘-Ehrenamtliche kam, konnte ich kaum glauben, wie gut mir, dem Kind und der ganzen Familie diese Hilfe tut“. Seitdem ist für Frau F. für ein bis zwei mal pro Woche Muttertag. Mal geht die Ehrenamtliche mit dem Baby spazieren während Frau F. dringend benötigten Schlaf nachholt, mal besucht sie mit dem älteren Geschwisterkind den Spielplatz. Und manchmal hört sie nur zu. Die „wellcome“-Ehrenamtliche beschreibt ihr Engagement so: „Ich habe soviel vom Leben geschenkt bekommen und möchte davon etwas zurückgeben. Als ,wellcome‘-Ehrenamtliche erfahre ich, wie ich schnell und ganz konkret helfen kann.“

Wie funktioniert wellcome? Während des gesamten Einsatzes werden die Ehrenamtlichen eng beraten durch eine Fachfrau, die das wellcome-Team koordiniert. Organisatorisch eingebunden sind alle Teams in Einrichtungen wie Familien-Bildungsstätten, Mütterzentren oder Mehrgenerationenhäuser aller Wohlfahrtsverbände.

„Wellcome“ wurde 2002 von Rose Volz-Schmidt in Hamburg gegründet. Inzwischen gibt es bundesweit mehr als 260 „wellcome“-Teams. Der Aufbau weiterer Standorte wird durch das Ministerium für Soziales und Gesundheit für Schleswig-Holstein gefördert. Als Ministerin in Schleswig-Holstein ist Kirstin Alheit Schirmherrin für „wellcome“.

Helfen bei „wellcome“

Sie möchten Familien im Südkreis Herzogtum-Lauenburg Zeit schenken und Müttern ein bis zwei Mal pro Woche Muttertage schenken? Dann wenden Sie sich an den „wellcome“-Standort in Schwarzenbek.

Neue Ehrenamtliche werden immer gesucht und werden auf die Unterstützung in den Familien vorbereitet. Sehr gerne können sich auch Familien, die solch einen Engel in Anspruch nehmen wollen, an Koordinatorin Conny Schermann, Telefon 04151/892420, Email schwarzenbek@wellcome-online.de werden.

LN

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