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Lübeck 100. Rad für Flüchtling
Lokales Lübeck 100. Rad für Flüchtling
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18:17 09.07.2016
Mobile Integration: Ingo Sievers, Sven Schindler und Ahmad Hosseini schätzen das Projekt. Quelle: er

Glücklich steigt Ahmad Hosseini zum ersten Mal auf sein eigenes Fahrrad. „Es ist gut, nicht mehr überall hinlaufen zu müssen“, sagt der 25-jährige Afghane stolz. Sieben Tage werkelte er an seinem Rad, wechselte die Reifen, montierte neue Bremsen und lackierte den Rahmen mit schwarzer Farbe. Hilfe fand er dabei durch die Initiative „Velo for Welcome“ in der Fahrradwerkstatt am Kolberger Platz.

Seit über einem Jahr repariert Ingo Sievers vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) hier gespendete Räder mit Flüchtlingen. „Wir wollen gemeinsam mit den Neubürgern arbeiten und Räder nicht einfach verschenken. Jeder muss mindestens fünf Mal herkommen und selbst mit anpacken“, erklärt er. Nur so würde ein wirklicher Austausch mit Neubürgern stattfinden. „Wir sind ja kein Fahrradbeschaffungsprogramm, sondern ein Integrationsprojekt.“ Die Idee geht auf: „Ahmad bekommt jetzt das 100. Rad in diesem Jahr und hat alles selbst repariert.“ Sozialsenator Sven Schindler ist begeistert: „Klasse, dass sich das Projekt so entwickelt, gerade Mobilität ist wichtig für Integration.“

er

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